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24.03.2021

Hochwasserschutz und Gewässerunterhaltung an der Schwarzen Elster: Vierter Dialog mit Anrainerkommunen

Potsdam – Im März 2021 informierte das Umweltministerium in einer Videokonferenz zum vierten Mal seit 2018 über Maßnahmen und Fortschritte des Hochwasserschutzes und der Gewässerunterhaltung an der Schwarzen Elster und Pulsnitz und stellte den sieben teilnehmenden Anrainerkommunen das Landesniedrigwasserkonzept vor.

In den Ortslagen der Schwarzen Elster soll der Hochwasserschutz zum Großteil mittels Deichersatzneubauten beziehungsweise in den Bereichen der Ortskerne, in denen keine Erddeiche möglich sind, mit Hochwasserschutzwänden realisiert werden. Besondere Herausforderung ist es, den Schutz vor Hochwasser in Einklang mit der städtebaulichen Gestaltungsplanung zu bringen, in die die Städte direkt eingebunden sind. Trotz teilweiser Verlegung der neuen Deichtrassen lassen sich aber nicht alle ortsbildprägenden Bäume auf den Altdeichen erhalten.

Aktuell befinden sich das Vorhaben Zobersdorf und das erste Teilobjekt für den Hochwasserschutz in Herzberg im Planfeststellungsverfahren. Im ersten Halbjahr 2021 werden für diese Vorhaben digitale Erörterungstermine stattfinden.

Eine Priorisierung der Hochwasserschutzmaßnahmen des Landes zugunsten der Vorhaben an der Schwarzen Elster ist eingeleitet. Es stehen bereits mehr Bearbeitungskapazitäten für die Projekte an der Schwarzen Elster zur Verfügung.

Großer Handlungsbedarf besteht derzeit noch in Elsterwerda. Für die Stadt wird aktuell die Entwurfs- und Genehmigungsplanung beauftragt. Mit der Stadt Elsterwerda wurde vereinbart, dass das Landesamt für Umwelt (LfU) in der Stadtverordnetenversammlung zu den Planungsinhalten und dem Projektstand berichten wird.

Das Landesamt für Umwelt vereinheitlicht derzeit die Hochwassereinsatzkarten für das Land Brandenburg. Diese werden digital über die Auskunftsplattform Wasser verfügbar sein. Für die Überarbeitung der Hochwassereinsatzkarte der Schwarzen Elster wurden die Kommunen um Informationen zu den in ihrer Zuständigkeit liegenden Deichwachabschnitten gebeten.

Thema waren auch die Ergebnisse der 2. Steuerungsgruppensitzung zum Projekt „Hochwasserrückhalt in den Tagebaurestseen der Schwarzen Elster“. Die obersten Wasserbehörden Brandenburgs und Sachsens sind sich einig, dass für die Nutzung der Tagebaurestseen die ganzheitliche Wasserbewirtschaftung der Seen notwendig sei. Dies beinhaltet neben den Potenzialen für den Hochwasserrückhalt auch die maximale Wasserbereitstellung für die Niedrigwasseraufhöhung der Schwarzen Elster.

Der Dialog soll halbjährlich fortgesetzt werden und die nächste Veranstaltung im Herbst 2021 stattfinden.