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24.06.2020

Geballtes Fachwissen und kritische Begleitung: Umweltminister Axel Vogel beruft Naturschutzbeirat

Potsdam – Die Bündelung und der Austausch von Fachwissen aus verschiedenen Branchen, die Vernetzung von Akteurinnen und Akteuren sowie eine konstruktive und kritische Begleitung von politischen Entscheidungen zum Naturschutz – das leistet der Landesnaturschutzbeirat. Umweltminister Axel Vogel berief auf der heutigen (Mittwoch) konstituierenden Sitzung des Beirats die neuen Mitglieder.

Axel Vogel: „Es ist gelungen, sachkundige Expertinnen und Experten zur Unterstützung und Beratung der Naturschutzpolitik des Landes zu gewinnen. Es ist eine besondere Qualität und Stärke dieses Beirates, dass er nicht nur die Facetten und Bereiche des Naturschutzes widerspiegelt. Die kompetenten Mitglieder vertreten auch mit dem Naturschutz eng verknüpfte Themen wie beispielsweise die Landwirtschaft, die Gewässerökosysteme oder die Agrar- und Umweltökonomie. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und verspreche mir von der Arbeit des Beirates wichtige Anregungen für die integrative Naturschutzpolitik im Land Brandenburg.“

Der ehrenamtlich arbeitende und alle fünf Jahre durch den Minister berufene Beirat setzt sich aus neun im Naturschutz und der Landschaftspflege besonders fachkundigen und erfahrenen Mitgliedern zusammen. Mindestens zweimal jährlich trifft sich das Gremium zu einer gemeinsamen Sitzung mit dem Umweltministerium als Oberster Naturschutzbehörde, um aktuelle Themen zu diskutieren. Die Mitglieder befassen sich mit selbstgesetzten Schwerpunktthemen, darunter mit der Beförderung der Nationalen Naturlandschaften als Impulsgeber für eine nachhaltige Entwicklung in Brandenburg, der Verbesserung des Landschaftswasserhaushalts oder der Naturschutzkommunikation. Ebenso ist der Beirat in der Erarbeitung und Umsetzung landespolitischer Programme, unter anderem des Maßnahmenprogramms Biologische Vielfalt und des Insektenschutzprogramms aktiv eingebunden. Ein besonderes Anliegen ist dem Landesbeirat die Vernetzung mit und zwischen den achtzehn Naturschutzbeiräten der Landkreise und kreisfreien Städte, die wiederum die unteren Naturschutzbehörden beraten. Auch in diesem Rahmen finden jährlich zwei Treffen zum gemeinsamen Austausch und zur Förderung der Naturschutzarbeit statt.

Der Naturschutzbeirat des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg übt eine wissenschaftlich beratende Funktion aus. Seine Aufgaben sind im Brandenburger Naturschutzgesetz festgeschrieben. Er hat den Auftrag, das Ministerium durch Vorschläge und Anregungen fachlich zu unterstützen, Fehlentwicklungen in Natur und Landschaft entgegen zu wirken und der Öffentlichkeit die Absichten und Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege zu vermitteln.

Prof. Dr. Vera Luthardt, bisherige und amtierende Vorsitzende: „Die Erfahrungen der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass wir als Beirat nicht nur konstruktiv kritischer Begleiter der jeweils aktuellen politischen Entscheidungen im Zusammenhang mit dem Naturschutz sind. Vielmehr wollen wir mit unserem gebündelten und thematisch vernetzten Know how auch Impulsgeber zur Weiterentwicklung der Naturschutzpolitik im Land sein. Das ist uns ein wichtiges Anliegen und unser Anspruch.“

Der durch Minister Vogel neuberufene Landesbeirat setzt sich aus folgenden Mitgliedern mit jeweiligem Hauptkompetenzfeld in der Beiratsarbeit zusammen:

  • Dr. Vera Luthardt (Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde): angewandter Natur- und Biodiversitätsschutz, Moorökologie und nachhaltige Moornutzung
  • Oliver Bens (Deutsches GeoForschungsZentrum): Geosysteme, Wasser
  • Klima, Prof. Dr. Harald Kächele (Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung): Agrar- und Umweltökonomie
  • Elke Baranek (ehemals Europarc Deutschland e.V.): Management von Nationalen Naturlandschaften
  • Charlotte Bergmann (Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung): Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung
  • Karin Stein-Bachinger (Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung): Integration von Naturschutzzielen in landwirtschaftlichen Nutzflächen
  • Torsten Lipp (Universität Potsdam): Landschaftsplanung und -management
  • Stefan Möckel (Helmholtz Zentrum für Umweltforschung): Naturschutz- und Umweltrecht, Agrarumweltrecht
  • Dr. Matthias Freude (ehemals Landesanstalt für Großschutzgebiete, Landesamt für Umwelt und Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung): Naturschutzbiologie und -praxis.
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