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Dorfwettbewerbe

 Dorfwettbewerb Neuzelle
© Elsner/MLUL
 Dorfwettbewerb Neuzelle
© Elsner/MLUL

Blick in die Zukunft auf unsere Wurzeln, Kultur und Brauchtum

Wettbewerbe der ländlichen Entwicklung leben vom gemeinsamen Handeln und vom gemeinsamen Erfolg seiner Bürgerinnen und Bürger. Es geht insbesondere um das „Wir-Gefühl“ – eine Stärke des ländlichen Raumes.

Der ländliche Raum ist einem ständigen Wandel unterworfen. Dörfer verändern ihr Ansehen, so wie auch sich Menschen verändern in ihren Einstellungen, Lebensweisheiten und Lebenszielen. Die Wettbewerbe sind Instrumente der Dorfentwicklung, um Menschen zu motivieren, ihre Ideen einzubringen und das „Bottom-up-Prinzip“ zu stärken. Es geht um weitere Gestaltung der Dörfer unter Einbeziehung sich ständig wandelnder Ansprüche an die Gesellschaft, deren Altersaufbau und soziale Zusammensetzung sich ändert. Eine Gesellschaft, in der die Menschen immer mehr ein digitales Berufsleben haben als vor Jahrzehnten, eine Gesellschaft, die ein anderes Verhältnis von Beruf und Freizeit lebt.

Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich für ihre Mitmenschen einsetzen, schaffen ein großes soziales Netzwerk und leisten einen wesentlichen Beitrag zu einem humanen Miteinander in unserer Gemeinschaft. Der Wettbewerb von Heute richtet den Blick in die Zukunft – nicht ohne sich auf unsere Wurzeln, unsere Kultur und unser Brauchtum zu besinnen, um darauf die Zukunft zu gestalten. Das verdient besondere Wertschätzung.

Blick in die Zukunft auf unsere Wurzeln, Kultur und Brauchtum

Wettbewerbe der ländlichen Entwicklung leben vom gemeinsamen Handeln und vom gemeinsamen Erfolg seiner Bürgerinnen und Bürger. Es geht insbesondere um das „Wir-Gefühl“ – eine Stärke des ländlichen Raumes.

Der ländliche Raum ist einem ständigen Wandel unterworfen. Dörfer verändern ihr Ansehen, so wie auch sich Menschen verändern in ihren Einstellungen, Lebensweisheiten und Lebenszielen. Die Wettbewerbe sind Instrumente der Dorfentwicklung, um Menschen zu motivieren, ihre Ideen einzubringen und das „Bottom-up-Prinzip“ zu stärken. Es geht um weitere Gestaltung der Dörfer unter Einbeziehung sich ständig wandelnder Ansprüche an die Gesellschaft, deren Altersaufbau und soziale Zusammensetzung sich ändert. Eine Gesellschaft, in der die Menschen immer mehr ein digitales Berufsleben haben als vor Jahrzehnten, eine Gesellschaft, die ein anderes Verhältnis von Beruf und Freizeit lebt.

Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich für ihre Mitmenschen einsetzen, schaffen ein großes soziales Netzwerk und leisten einen wesentlichen Beitrag zu einem humanen Miteinander in unserer Gemeinschaft. Der Wettbewerb von Heute richtet den Blick in die Zukunft – nicht ohne sich auf unsere Wurzeln, unsere Kultur und unser Brauchtum zu besinnen, um darauf die Zukunft zu gestalten. Das verdient besondere Wertschätzung.

11. Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ 2020 bis 2022

Plakat: Unser Dorf hat Zukunft - 11. Landeswettberb 2020/2022
© MLUK

Zeitlicher Ablauf des 11. Landeswettbewerbs

  • 2. März 2020: Gemeinsame Auftaktveranstaltung in der Heimvolkshochschule am Seddiner See im Rahmen Forum ländlicher Raum – Netzwerk Brandenburg, DorfDialog
  • bis Oktober 2021: Durchführung der Wettbewerbe in den Landkreisen und kreisfreien Städten
  • bis 31. Dezember 2021: Meldung der Kreissieger an das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK), Referat „Ländliche Entwicklung“
  • 24. Februar 2022: Seminar für die Kreissieger "Fit für den Dorfwettbewerb" im Rahmen des "Brandenburger DorfDialogs" ( Einladung )
  • bis 31. März 2022: Einreichung der formgebundenen Bewerbungsunterlagen zum Landeswettbewerb (jeweils maximal 20 Seiten) über die Verwaltungen der Landkreise an das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK), Referat „Ländliche Entwicklung“ ( Fragebogen )
  • Juni 2022: Vor-Ort-Besichtigungen der am Landeswettbewerb teilnehmenden Dörfer ( Übersicht Termine ) durch die Bewertungskommission des Landes
  • 26. August 2022: Auszeichnungsveranstaltung in Dissen, Landkreis Spree-Neiße (Landessieger 2018)
  • November 2022: Auswertung des Dorfwettbewerbs im Rahmen des „Brandenburger DorfDialogs“
  • Präsentation im Rahmen des Auftrittes des Landes Brandenburg auf der Grünen Woche 2023
  • 2023: Einreichung der Bewerbungsunterlagen der Landessieger zum 27. Bundeswettbewerb durch das Land Brandenburg an die Geschäftsstelle des Bundeswettbewerbs bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Bonn
Plakat: Unser Dorf hat Zukunft - 11. Landeswettberb 2020/2022
© MLUK

Zeitlicher Ablauf des 11. Landeswettbewerbs

  • 2. März 2020: Gemeinsame Auftaktveranstaltung in der Heimvolkshochschule am Seddiner See im Rahmen Forum ländlicher Raum – Netzwerk Brandenburg, DorfDialog
  • bis Oktober 2021: Durchführung der Wettbewerbe in den Landkreisen und kreisfreien Städten
  • bis 31. Dezember 2021: Meldung der Kreissieger an das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK), Referat „Ländliche Entwicklung“
  • 24. Februar 2022: Seminar für die Kreissieger "Fit für den Dorfwettbewerb" im Rahmen des "Brandenburger DorfDialogs" ( Einladung )
  • bis 31. März 2022: Einreichung der formgebundenen Bewerbungsunterlagen zum Landeswettbewerb (jeweils maximal 20 Seiten) über die Verwaltungen der Landkreise an das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK), Referat „Ländliche Entwicklung“ ( Fragebogen )
  • Juni 2022: Vor-Ort-Besichtigungen der am Landeswettbewerb teilnehmenden Dörfer ( Übersicht Termine ) durch die Bewertungskommission des Landes
  • 26. August 2022: Auszeichnungsveranstaltung in Dissen, Landkreis Spree-Neiße (Landessieger 2018)
  • November 2022: Auswertung des Dorfwettbewerbs im Rahmen des „Brandenburger DorfDialogs“
  • Präsentation im Rahmen des Auftrittes des Landes Brandenburg auf der Grünen Woche 2023
  • 2023: Einreichung der Bewerbungsunterlagen der Landessieger zum 27. Bundeswettbewerb durch das Land Brandenburg an die Geschäftsstelle des Bundeswettbewerbs bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Bonn

Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft"

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© BMEL
Ansehen
  • Sieger aus Brandenburg im 26. Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" 2019

    Brandenburg holt Gold und Silber

    Dissen im Landkreis Spree-Neiße gewinnt Gold, Silber ging an Garlitz im Landkreis Havelland. Auch der Sonderpreis für „Kultur im Dorf“ geht an Garlitz. Am 26. Bundeswettbewerb beteiligten sich bundesweit knapp 1.900 Dörfer.

    Dissen - Geschichte weist den Weg

    Dissen, niedersorbisch Dešno, gehört zum Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden und beweist, dass das Orts-Motto „Geschichte weist den Weg in die Zukunft“ keine Sackgasse ist. Trotz seiner Eigenwerbung als Museumsdorf, ist Dissen mit seinen 600 Einwohnern ein sehr lebendiges Dorf.

    Beispielgebend sind die umfangreichen Bestrebungen zur Revitalisierung und Pflege der wendischen Kultur und deren Einbindung in den Alltag. Wendische Ortsteilnamen auf den Straßenschildern sind ebenso zu finden wie der ursprüngliche wendische Hofname.

    In Dissen haben die Bürger erkannt, dass die Erhaltung des dörflichen Ortsbildes für eine zukunftsorientierte Dorfentwicklung entscheidend sein kann. Die seit dem 18. Jahrhundert kaum veränderte Gemeinde ist mit ihren fünf Ortsteilen durch geschlossenen Vierseithöfe geprägt. Einmalig in Brandenburg sind die Torhaushöfe die eine kompakte, wehrhafte Bauweise symbolisieren und nur durch das Tor den Zugang gewähren. In Dissen sind 35 Hofstellen erhalten.

    Die Dissener bekennen sich zur Entwicklung eines sanften, kleinteiligen und nachhaltigen Tourismus. Mit dem Ziel, als Erholungsort offiziell anerkannt zu werden. Weithin bekannt ist Dissen für die Nachbildung eines wendischen Dorfes „Stary lud“ (Begegnungen mit dem alten Volk) und dem ortseigenem Naturkundezentrum/Storchenhof, das gemeinsam mit dem Heimatmuseum Projekttage für Schulkinder und Touristen zum „Slawischen Leben“ ausrichtet. Die renaturierte Spreeaue ist als artenreicher Lebensraum erlebbar.

    Garlitz - Geschichten vom Dorfanger

    Garlitz wurde erstmals 1161 erwähnt. Das Dorf, mit seinen 400 Einwohnern, prägt ein breiter Anger, der durch alte Eichen und großzügige Grünflächen geschmückt wird. Gemäß dem Gemeindemotto „Starke Gemeinschaft und reges Leben im geschichtsträchtigen Dorf“ wurde ein „Garlitzer Geschichtenweg“ angelegt. Im Rahmen ihres „Garlitzer Stammtischs“ haben die Einwohner Ideen erarbeitet, wie sich das Dorf weiter entwickeln soll. Die ortsansässigen Vereine und Interessengruppen sorgen hier für ein ausgeprägtes „Wir-Gefühl“. So gibt es auf dem Dorfanger den „Vorlese-Sessel“, auf dem „Vorlese-Omis“ und „Vorlese-Opis“ in den Sommerferien für Kinder - und zu späterer Stunde auch für Jugendliche beziehungsweise jung Gebliebene - Geschichten vortragen.

    Überregional ist Garlitz durch das angrenzende Großtrappenschutzgebiet bekannt geworden. Der Schutz der umliegenden Landschaft und der Natur ist Anliegen für die Garlitzer, die dafür sorgen, dass die land- und forstwirtschaftlichen Flächen umweltverträglich bewirtschaftet werden.

    Brandenburg holt Gold und Silber

    Dissen im Landkreis Spree-Neiße gewinnt Gold, Silber ging an Garlitz im Landkreis Havelland. Auch der Sonderpreis für „Kultur im Dorf“ geht an Garlitz. Am 26. Bundeswettbewerb beteiligten sich bundesweit knapp 1.900 Dörfer.

    Dissen - Geschichte weist den Weg

    Dissen, niedersorbisch Dešno, gehört zum Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden und beweist, dass das Orts-Motto „Geschichte weist den Weg in die Zukunft“ keine Sackgasse ist. Trotz seiner Eigenwerbung als Museumsdorf, ist Dissen mit seinen 600 Einwohnern ein sehr lebendiges Dorf.

    Beispielgebend sind die umfangreichen Bestrebungen zur Revitalisierung und Pflege der wendischen Kultur und deren Einbindung in den Alltag. Wendische Ortsteilnamen auf den Straßenschildern sind ebenso zu finden wie der ursprüngliche wendische Hofname.

    In Dissen haben die Bürger erkannt, dass die Erhaltung des dörflichen Ortsbildes für eine zukunftsorientierte Dorfentwicklung entscheidend sein kann. Die seit dem 18. Jahrhundert kaum veränderte Gemeinde ist mit ihren fünf Ortsteilen durch geschlossenen Vierseithöfe geprägt. Einmalig in Brandenburg sind die Torhaushöfe die eine kompakte, wehrhafte Bauweise symbolisieren und nur durch das Tor den Zugang gewähren. In Dissen sind 35 Hofstellen erhalten.

    Die Dissener bekennen sich zur Entwicklung eines sanften, kleinteiligen und nachhaltigen Tourismus. Mit dem Ziel, als Erholungsort offiziell anerkannt zu werden. Weithin bekannt ist Dissen für die Nachbildung eines wendischen Dorfes „Stary lud“ (Begegnungen mit dem alten Volk) und dem ortseigenem Naturkundezentrum/Storchenhof, das gemeinsam mit dem Heimatmuseum Projekttage für Schulkinder und Touristen zum „Slawischen Leben“ ausrichtet. Die renaturierte Spreeaue ist als artenreicher Lebensraum erlebbar.

    Garlitz - Geschichten vom Dorfanger

    Garlitz wurde erstmals 1161 erwähnt. Das Dorf, mit seinen 400 Einwohnern, prägt ein breiter Anger, der durch alte Eichen und großzügige Grünflächen geschmückt wird. Gemäß dem Gemeindemotto „Starke Gemeinschaft und reges Leben im geschichtsträchtigen Dorf“ wurde ein „Garlitzer Geschichtenweg“ angelegt. Im Rahmen ihres „Garlitzer Stammtischs“ haben die Einwohner Ideen erarbeitet, wie sich das Dorf weiter entwickeln soll. Die ortsansässigen Vereine und Interessengruppen sorgen hier für ein ausgeprägtes „Wir-Gefühl“. So gibt es auf dem Dorfanger den „Vorlese-Sessel“, auf dem „Vorlese-Omis“ und „Vorlese-Opis“ in den Sommerferien für Kinder - und zu späterer Stunde auch für Jugendliche beziehungsweise jung Gebliebene - Geschichten vortragen.

    Überregional ist Garlitz durch das angrenzende Großtrappenschutzgebiet bekannt geworden. Der Schutz der umliegenden Landschaft und der Natur ist Anliegen für die Garlitzer, die dafür sorgen, dass die land- und forstwirtschaftlichen Flächen umweltverträglich bewirtschaftet werden.