Hauptmenü

Kontrollverfahren

Öko-Kontrolle Kartoffel Proberodung
Öko-Kontrolle Kartoffel Proberodung
© Offergeld/MLUL

Produktion und Kennzeichnung

Mit der EG-Öko-Verordnung wurde europaweit ein Kontrollverfahren für den ökologischen Landbau eingeführt. Die EG-Öko-Basis-Verordnung und die zugehörigen Durchführungsbestimmungen (Verordnung EG Nr. 889/2008) verfolgen das Ziel der Transparenz aller Produkte und ihrer Produktion, die mit dem Hinweis auf den ökologischen Landbau - wie "Bio", "Öko", "biologisch" und "ökologisch" - vermarktet werden.

Die Verordnung (EG) Nr. 834/2007 (EU-Öko-Verordnung) vom 28. Juni 2007 über die ökologische Produktion und die Kennzeichnung von ökologischen Erzeugnissen und zur Aufhebung der VO (EWG) Nr. 2092/91 bestimmt, dass nur solche Lebensmittel einen Hinweis auf „öko“ bzw. „bio“ tragen dürfen,

  • bei deren Erzeugung die Grundregeln für den ökologischen Landbau eingehalten wurden,
  • die ohne Verwendung von Gentechnik erzeugt wurden,
  • bei deren Verarbeitung nur die von der EG-Öko-VO vorgesehenen Zutaten und Verarbeitungshilfsstoffe verwendet wurden,
  • die nicht bestrahlt wurden und
  • deren Produkterzeuger/Verarbeiter sich der staatlichen Kontrolle unterstellt hat.

Produktion und Kennzeichnung

Mit der EG-Öko-Verordnung wurde europaweit ein Kontrollverfahren für den ökologischen Landbau eingeführt. Die EG-Öko-Basis-Verordnung und die zugehörigen Durchführungsbestimmungen (Verordnung EG Nr. 889/2008) verfolgen das Ziel der Transparenz aller Produkte und ihrer Produktion, die mit dem Hinweis auf den ökologischen Landbau - wie "Bio", "Öko", "biologisch" und "ökologisch" - vermarktet werden.

Die Verordnung (EG) Nr. 834/2007 (EU-Öko-Verordnung) vom 28. Juni 2007 über die ökologische Produktion und die Kennzeichnung von ökologischen Erzeugnissen und zur Aufhebung der VO (EWG) Nr. 2092/91 bestimmt, dass nur solche Lebensmittel einen Hinweis auf „öko“ bzw. „bio“ tragen dürfen,

  • bei deren Erzeugung die Grundregeln für den ökologischen Landbau eingehalten wurden,
  • die ohne Verwendung von Gentechnik erzeugt wurden,
  • bei deren Verarbeitung nur die von der EG-Öko-VO vorgesehenen Zutaten und Verarbeitungshilfsstoffe verwendet wurden,
  • die nicht bestrahlt wurden und
  • deren Produkterzeuger/Verarbeiter sich der staatlichen Kontrolle unterstellt hat.
  • Prozesskontrolle durch zugelassene Kontrollstellen

    So unterliegen ökologisch wirtschaftende Betriebe (Erzeuger), Verarbeitungs- und Importunternehmen, Unternehmen, die in die Erzeugung, Aufbereitung oder Einfuhr einbezogen sind und diese Tätigkeiten ganz oder teilweise an Dritte vergeben haben, sowie auch die Hersteller von ökologischen Futtermitteln dem Kontrollverfahren gemäß Art. 27 der EU-Öko-Verordnung.

    Für Brandenburg und Berlin ist das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) die zuständige Behörde, deren Aufgabe es ist die privaten Kontrollstellen zu überwachen (siehe hierzu das Gesetz zur Durchführung der Rechtsakte der Europäischen Gemeinschaft oder der Europäischen Union auf dem Gebiet des ökologischen Landbaus (Öko-Landbaugesetz - ÖLG).

    Neben den Vorgaben für Kontrolle und Dokumentation enthalten die Verordnungen Kennzeichnungsvorschriften, damit Verbraucher Lebensmittel aus ökologischem Landbau sicher erkennen können.

    Landwirtschaftliche Erzeugnisse, Lebensmittel und Futtermittel dürfen nur dann mit einem Hinweis auf den ökologischen Landbau vermarktet werden, wenn sie auf allen Stufen von der Erzeugung, Verarbeitung und sonstigen Aufbereitung bis hin zum Verkauf an die Verbraucherinnen und Verbraucher einer Kontrolle durch zugelassene Kontrollstellen unterliegen.

    So unterliegen ökologisch wirtschaftende Betriebe (Erzeuger), Verarbeitungs- und Importunternehmen, Unternehmen, die in die Erzeugung, Aufbereitung oder Einfuhr einbezogen sind und diese Tätigkeiten ganz oder teilweise an Dritte vergeben haben, sowie auch die Hersteller von ökologischen Futtermitteln dem Kontrollverfahren gemäß Art. 27 der EU-Öko-Verordnung.

    Für Brandenburg und Berlin ist das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) die zuständige Behörde, deren Aufgabe es ist die privaten Kontrollstellen zu überwachen (siehe hierzu das Gesetz zur Durchführung der Rechtsakte der Europäischen Gemeinschaft oder der Europäischen Union auf dem Gebiet des ökologischen Landbaus (Öko-Landbaugesetz - ÖLG).

    Neben den Vorgaben für Kontrolle und Dokumentation enthalten die Verordnungen Kennzeichnungsvorschriften, damit Verbraucher Lebensmittel aus ökologischem Landbau sicher erkennen können.

    Landwirtschaftliche Erzeugnisse, Lebensmittel und Futtermittel dürfen nur dann mit einem Hinweis auf den ökologischen Landbau vermarktet werden, wenn sie auf allen Stufen von der Erzeugung, Verarbeitung und sonstigen Aufbereitung bis hin zum Verkauf an die Verbraucherinnen und Verbraucher einer Kontrolle durch zugelassene Kontrollstellen unterliegen.

  • Transparenz für eine verlässliche Qualität

    EU Bio-Logo

    Die Kontrolleure der privaten Kontrollstellen überprüfen die Betriebe mindestens einmal jährlich. Sie besichtigen die Felder, Ställe, Verarbeitungseinrichtungen und Lager, überprüfen den Warenfluss und ziehen Proben. Jeder Arbeitsschritt muss während des Jahres von den Betrieben genau dokumentiert werden. Zum Beispiel müssen in der Land- und Viehwirtschaft alle zugekauften Betriebsmittel wie Saatgut, Dünge- oder Futtermittel sowie alle anderen An- und Verkäufe dokumentiert werden. In einem Stallbuch werden alle Tierzu- und -abgänge sowie tierärztliche Behandlungen festgehalten. Eine Verarbeitung der Produkte muss transparent ablaufen.

    Lebensmittel verarbeitende Betriebe müssen Ihre Rezepturen offen legen, so dass genau festgestellt werden kann, ob nur zugelassene Zutaten in die Schüssel kommen. Zu jedem Gramm Mehl, zu jeder Rosine und zu jedem Sesamkorn muss zum Beispiel eine Bäckerei einen Nachweis vorlegen können, dass es sich um kontrollierte ökologische Ware handelt. Eine so genannte Warenstrombilanz vergleicht zudem die Zukaufs- und Verkaufsmengen. Damit lässt sich genau prüfen, ob ein Produktionsbetrieb auch nicht mehr Waren als "Bio" verkauft, als er zuvor an Bio-Rohstoffen eingekauft hat.

    Über eine der EG-Öko-VO konforme Arbeitsweise wird dem Betrieb eine Bescheinigung ausgestellt, über deren Aktualität sich der "Kunde", zum Beispiel der Verarbeiter oder ein Großhändler, vor dem Zukauf überzeugen muss. Die Möglichkeit dazu besteht auf der Internet- Plattform der Konferenz der Kontrollstellen für den ökologischen Landbau e.V.(KDK):

    oeko-kontrollstellen.de (Suche nach Biounternehmen)

    Dort sind die Bescheinigungen sämtlicher deutschen Bio-Unternehmen auffindbar.

    Alle „Öko-/Bio-Produkte“ in der EU müssen die Codenummer der zuständigen Öko-Kontrollstelle tragen. Die Codenummern in Deutschland lauten: DE-ÖKO-***. Diese können auch von jedem Bio-Betrieb vor Ort erfragt werden und sind ein Nachweis für die Teilnahme des Betriebes am Kontrollverfahren.

    Auf Etiketten von vorverpackten Lebensmitteln muss künftig verpflichtend das neue EU-Bio-Logo (mit Ausnahme von aus Drittländern eingeführten Bio-Erzeugnissen) verwendet werden. Das EU-Bio-Logo muss auf den Verpackungen wenigstens ein Mal in Verbindung mit der Codenummer der Kontrollstelle und einer Herkunftsangabe (zum Beispiel EU-Landwirtschaft oder „aus deutscher Landwirtschaft“) im gleichen Sichtfeld neben / über oder unter dem Logo erscheinen.

    EU Bio-Logo

    Die Kontrolleure der privaten Kontrollstellen überprüfen die Betriebe mindestens einmal jährlich. Sie besichtigen die Felder, Ställe, Verarbeitungseinrichtungen und Lager, überprüfen den Warenfluss und ziehen Proben. Jeder Arbeitsschritt muss während des Jahres von den Betrieben genau dokumentiert werden. Zum Beispiel müssen in der Land- und Viehwirtschaft alle zugekauften Betriebsmittel wie Saatgut, Dünge- oder Futtermittel sowie alle anderen An- und Verkäufe dokumentiert werden. In einem Stallbuch werden alle Tierzu- und -abgänge sowie tierärztliche Behandlungen festgehalten. Eine Verarbeitung der Produkte muss transparent ablaufen.

    Lebensmittel verarbeitende Betriebe müssen Ihre Rezepturen offen legen, so dass genau festgestellt werden kann, ob nur zugelassene Zutaten in die Schüssel kommen. Zu jedem Gramm Mehl, zu jeder Rosine und zu jedem Sesamkorn muss zum Beispiel eine Bäckerei einen Nachweis vorlegen können, dass es sich um kontrollierte ökologische Ware handelt. Eine so genannte Warenstrombilanz vergleicht zudem die Zukaufs- und Verkaufsmengen. Damit lässt sich genau prüfen, ob ein Produktionsbetrieb auch nicht mehr Waren als "Bio" verkauft, als er zuvor an Bio-Rohstoffen eingekauft hat.

    Über eine der EG-Öko-VO konforme Arbeitsweise wird dem Betrieb eine Bescheinigung ausgestellt, über deren Aktualität sich der "Kunde", zum Beispiel der Verarbeiter oder ein Großhändler, vor dem Zukauf überzeugen muss. Die Möglichkeit dazu besteht auf der Internet- Plattform der Konferenz der Kontrollstellen für den ökologischen Landbau e.V.(KDK):

    oeko-kontrollstellen.de (Suche nach Biounternehmen)

    Dort sind die Bescheinigungen sämtlicher deutschen Bio-Unternehmen auffindbar.

    Alle „Öko-/Bio-Produkte“ in der EU müssen die Codenummer der zuständigen Öko-Kontrollstelle tragen. Die Codenummern in Deutschland lauten: DE-ÖKO-***. Diese können auch von jedem Bio-Betrieb vor Ort erfragt werden und sind ein Nachweis für die Teilnahme des Betriebes am Kontrollverfahren.

    Auf Etiketten von vorverpackten Lebensmitteln muss künftig verpflichtend das neue EU-Bio-Logo (mit Ausnahme von aus Drittländern eingeführten Bio-Erzeugnissen) verwendet werden. Das EU-Bio-Logo muss auf den Verpackungen wenigstens ein Mal in Verbindung mit der Codenummer der Kontrollstelle und einer Herkunftsangabe (zum Beispiel EU-Landwirtschaft oder „aus deutscher Landwirtschaft“) im gleichen Sichtfeld neben / über oder unter dem Logo erscheinen.

  • Nationale Regelungen

    Nationale Regelungen zur Umsetzung des ökologischen Landbaus sind im Gesetz zur Durchführung der Rechtsakte der Europäischen Gemeinschaft auf dem Gebiet des ökologischen Landbaus (Öko-Landbaugesetz-ÖLG) zu finden.

    In Deutschland übernehmen staatlich zugelassene private Kontrollstellen die Kontrolle der Unternehmen. Zugelassen werden die Kontrollstellen - in der Regel bundesweit - von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in Bonn. Die Überwachung der Arbeit der Kontrollstellen obliegt dem Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK), das auch kritische Hinweise und Fragen von Verbrauchern entgegennimmt.

    Nationale Regelungen zur Umsetzung des ökologischen Landbaus sind im Gesetz zur Durchführung der Rechtsakte der Europäischen Gemeinschaft auf dem Gebiet des ökologischen Landbaus (Öko-Landbaugesetz-ÖLG) zu finden.

    In Deutschland übernehmen staatlich zugelassene private Kontrollstellen die Kontrolle der Unternehmen. Zugelassen werden die Kontrollstellen - in der Regel bundesweit - von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in Bonn. Die Überwachung der Arbeit der Kontrollstellen obliegt dem Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK), das auch kritische Hinweise und Fragen von Verbrauchern entgegennimmt.

Landwirtschaft
 
Allgemeine Informationen aus dem Bereich Landwirtschaft

Kontakt

Abteilung 3 - Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Forsten
Abteilung:
Referat 33
Ansprechpartner:
Ronny Pötsch
Position:
Zuständige Behörde für den ökologischen Landbau
E-Mail:
oeko-kontrollbehoerde@­mluk.brandenburg.de
Telefon:
+49 331 866-7690