Hauptmenü

Bewirtschaftungserlass Eisen und Sulfat

„“
„“

Mit Landtagsbeschluss vom 15. Dezember 2015 wurde die Landesregierung Brandenburg aufgefordert, einen „Strategischen Gesamtplan zur Senkung der bergbaubedingten Stoffeinträge in die Spree und deren Zuflüsse in der Lausitz“ zu entwickeln.

Im Ergebnis zu diesem Auftrag wurde beschlossen, je einen Bewirtschaftungserlass für Eisen und Sulfat zu erstellen, um realistisch erreichbare Zielwerte in den Fließgewässern festzulegen. Die im Bewirtschaftungserlass festgelegten Zielwerte sind verbindlich für das behördliche Handeln und bilden damit eine materielle Grundlage für zukünftige wasserbehördliche Entscheidungen in der Lausitz.

Im Bewirtschaftungserlass Eisen sind für Oberflächenwasserkörper (OWK) der Lausitz Zielwerte für Eisen festgelegt, um den ökologischen Zustand in den vom Bergbau beeinflussten Fließgewässern zu verbessern und den Eiseneintrag in die Gewässer zu reduzieren.

Im Bewirtschaftungserlass Sulfat wurde zur Sicherung der öffentlichen Trinkwasserversorgung ein Immissionsrichtwert von 280 mg/l (Milligramm pro Liter) am Pegel Neubrück festgelegt, welcher an 328 Tagen im Jahr eingehalten werden muss. Im Falle einer häufigeren Überschreitung des Zielwertes (>37 Tage im Jahr) sind in Federführung des Landesamtes für Bergbau die erforderlichen, geeigneten und angemessenen Maßnahmen zu prüfen.

Die Grundlage für den Bewirtschaftungserlass Sulfat bildet der Endbericht „Ermittlung von Zielwerten für die Spree für den Parameter Sulfat“ aus dem Jahr 2019. Der Bericht fasst die Ergebnisse der Nachbeauftragung zum Sulfatprognosemodell des Landesamtes für Umwelt (LfU) zu verschiedenen Fragestellungen zur prognostischen Wassermenge und Sulfatkonzentration im Flusslauf zusammen. Das Sulfatprognosemodell wurde in 2017 im Auftrag des Landesamtes für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) erstellt (Grundbericht).  

Im Endbericht wurde für den Pegel Neubrück der erforderliche Immissionsrichtwert von 280 mg/l zur Sicherung der Trinkwasserversorgung in Berlin und Brandenburg abgeleitet. Zudem konnte gezeigt werden, dass die Steuerung der Sulfatkonzentration entlang der Spree seine Grenzen hat. Eine weitere Verringerung des Immissionsrichtwertes in Spremberg-Wilhelmsthal hätte nur minimale Bedeutung für die Sicherung der Trinkwasserversorgung im Unterlauf. So würde eine Abnahme des Immissionsrichtwertes in Spremberg-Wilhelmsthal von 450 mg/l auf 375 mg/l prognostisch zu einer Abnahme der Sulfatkonzentrationen von nur 5 mg/l bis 10 mg/l an den Pegeln Leibsch UP, Neubrück und Rahnsdorf führen. Dies hätte einen erhöhten Wasserbedarf zur Folge.

Weiterführende Informationen

Mit Landtagsbeschluss vom 15. Dezember 2015 wurde die Landesregierung Brandenburg aufgefordert, einen „Strategischen Gesamtplan zur Senkung der bergbaubedingten Stoffeinträge in die Spree und deren Zuflüsse in der Lausitz“ zu entwickeln.

Im Ergebnis zu diesem Auftrag wurde beschlossen, je einen Bewirtschaftungserlass für Eisen und Sulfat zu erstellen, um realistisch erreichbare Zielwerte in den Fließgewässern festzulegen. Die im Bewirtschaftungserlass festgelegten Zielwerte sind verbindlich für das behördliche Handeln und bilden damit eine materielle Grundlage für zukünftige wasserbehördliche Entscheidungen in der Lausitz.

Im Bewirtschaftungserlass Eisen sind für Oberflächenwasserkörper (OWK) der Lausitz Zielwerte für Eisen festgelegt, um den ökologischen Zustand in den vom Bergbau beeinflussten Fließgewässern zu verbessern und den Eiseneintrag in die Gewässer zu reduzieren.

Im Bewirtschaftungserlass Sulfat wurde zur Sicherung der öffentlichen Trinkwasserversorgung ein Immissionsrichtwert von 280 mg/l (Milligramm pro Liter) am Pegel Neubrück festgelegt, welcher an 328 Tagen im Jahr eingehalten werden muss. Im Falle einer häufigeren Überschreitung des Zielwertes (>37 Tage im Jahr) sind in Federführung des Landesamtes für Bergbau die erforderlichen, geeigneten und angemessenen Maßnahmen zu prüfen.

Die Grundlage für den Bewirtschaftungserlass Sulfat bildet der Endbericht „Ermittlung von Zielwerten für die Spree für den Parameter Sulfat“ aus dem Jahr 2019. Der Bericht fasst die Ergebnisse der Nachbeauftragung zum Sulfatprognosemodell des Landesamtes für Umwelt (LfU) zu verschiedenen Fragestellungen zur prognostischen Wassermenge und Sulfatkonzentration im Flusslauf zusammen. Das Sulfatprognosemodell wurde in 2017 im Auftrag des Landesamtes für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) erstellt (Grundbericht).  

Im Endbericht wurde für den Pegel Neubrück der erforderliche Immissionsrichtwert von 280 mg/l zur Sicherung der Trinkwasserversorgung in Berlin und Brandenburg abgeleitet. Zudem konnte gezeigt werden, dass die Steuerung der Sulfatkonzentration entlang der Spree seine Grenzen hat. Eine weitere Verringerung des Immissionsrichtwertes in Spremberg-Wilhelmsthal hätte nur minimale Bedeutung für die Sicherung der Trinkwasserversorgung im Unterlauf. So würde eine Abnahme des Immissionsrichtwertes in Spremberg-Wilhelmsthal von 450 mg/l auf 375 mg/l prognostisch zu einer Abnahme der Sulfatkonzentrationen von nur 5 mg/l bis 10 mg/l an den Pegeln Leibsch UP, Neubrück und Rahnsdorf führen. Dies hätte einen erhöhten Wasserbedarf zur Folge.

Weiterführende Informationen

Wasser
 
Allgemeine Informationen aus dem Bereich Wasser

Kontakt

Abteilung 2 - Wasser- und Bodenschutz
Abteilung:
Referat 23
Ansprechpartner:
Susanne Naß
E-Mail:
susanne.nass@­mluk.brandenburg.de
Telefon:
+49 331 866-7322