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Europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL): Bestandsaufnahmen

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Bestandsaufnahme 2004

Voraussetzung für eine Beurteilung des Zustands der Oberflächengewässer und des Grundwassers ist eine Bestandsaufnahme in den jeweiligen Flussgebietseinheiten auf der Grundlage vorhandener Gewässerdaten. Dabei werden gemäß Artikel 5 der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) anthropogene Beeinträchtigungen und Eingriffe ermittelt, zum Beispiel Abwassereinleitungen, Altlasten, Stoffeinträge aus Atmosphäre und Landwirtschaft sowie Wasserentnahmen. Gegenstand der Bestandsaufnahme sind den Vorgaben der WRRL folgend nur Fließgewässer mit einem Einzugsgebiet von mehr als 10 Quadratkilometern und Seen mit einer Fläche von über 50 Hektar sowie das gesamte Grundwasser.
Die 2004 durchgeführte erste Bestandsaufnahme für Oberflächengewässer und Grundwasser, die eine Analyse ihrer Merkmale, eine Überprüfung der Auswirkungen menschlicher Tätigkeiten und eine wirtschaftliche Analyse der Wassernutzung beinhaltete, wurde in verschiedenen Berichten dokumentiert. Für die Einzugsgebiete bzw. ihre nationalen Teilgebiete waren im Frühjahr 2005 so genannte "A-Berichte" an die EU-Kommission übermittelt worden. Gegenstand von ebenfalls erstellten "B-Berichten" sind untergeordnete Koordinierungs- bzw. Bearbeitungsräume.

Für das Territorium Brandenburgs sind die entsprechenden Auszüge aus den Bestandsaufnahmen für das Elbe- und das Odereinzugsgebiet zusammengefasst und vertieft worden. In Anlehnung an die obige Systematik wurde diese Zusammenfassung als "C-Bericht" bezeichnet und unter dem Titel "Bericht zur Bestandsaufnahme für das Land Brandenburg" veröffentlicht.

Die Bestandsaufnahme 2004 lieferte wichtige Anhaltspunkte für die Ausgestaltung der Überwachungsprogramme für die Gewässer und für die Konzipierung der ersten Maßnahmenprogramme, die 2009 verabschiedet wurden.
In Vorbereitung der Überprüfung und Aktualisierung der Bewirtschaftungspläne und der Maßnahmenprogramme für den zweiten Bewirtschaftungszeitraum der WRRL (2016 - 2021) wurde bis Ende 2013 eine erneute Bestandsaufnahme durchgeführt.

Bestandsaufnahme 2004

Voraussetzung für eine Beurteilung des Zustands der Oberflächengewässer und des Grundwassers ist eine Bestandsaufnahme in den jeweiligen Flussgebietseinheiten auf der Grundlage vorhandener Gewässerdaten. Dabei werden gemäß Artikel 5 der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) anthropogene Beeinträchtigungen und Eingriffe ermittelt, zum Beispiel Abwassereinleitungen, Altlasten, Stoffeinträge aus Atmosphäre und Landwirtschaft sowie Wasserentnahmen. Gegenstand der Bestandsaufnahme sind den Vorgaben der WRRL folgend nur Fließgewässer mit einem Einzugsgebiet von mehr als 10 Quadratkilometern und Seen mit einer Fläche von über 50 Hektar sowie das gesamte Grundwasser.
Die 2004 durchgeführte erste Bestandsaufnahme für Oberflächengewässer und Grundwasser, die eine Analyse ihrer Merkmale, eine Überprüfung der Auswirkungen menschlicher Tätigkeiten und eine wirtschaftliche Analyse der Wassernutzung beinhaltete, wurde in verschiedenen Berichten dokumentiert. Für die Einzugsgebiete bzw. ihre nationalen Teilgebiete waren im Frühjahr 2005 so genannte "A-Berichte" an die EU-Kommission übermittelt worden. Gegenstand von ebenfalls erstellten "B-Berichten" sind untergeordnete Koordinierungs- bzw. Bearbeitungsräume.

Für das Territorium Brandenburgs sind die entsprechenden Auszüge aus den Bestandsaufnahmen für das Elbe- und das Odereinzugsgebiet zusammengefasst und vertieft worden. In Anlehnung an die obige Systematik wurde diese Zusammenfassung als "C-Bericht" bezeichnet und unter dem Titel "Bericht zur Bestandsaufnahme für das Land Brandenburg" veröffentlicht.

Die Bestandsaufnahme 2004 lieferte wichtige Anhaltspunkte für die Ausgestaltung der Überwachungsprogramme für die Gewässer und für die Konzipierung der ersten Maßnahmenprogramme, die 2009 verabschiedet wurden.
In Vorbereitung der Überprüfung und Aktualisierung der Bewirtschaftungspläne und der Maßnahmenprogramme für den zweiten Bewirtschaftungszeitraum der WRRL (2016 - 2021) wurde bis Ende 2013 eine erneute Bestandsaufnahme durchgeführt.

Bestandsaufnahme 2013

Bis Ende 2015 waren die 2009 verabschiedeten ersten Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme zu überprüfen und zu aktualisieren und damit der zweite sechsjährige Bewirtschaftungszeitraum der WRRL einzuläuten. Voraussetzung hierfür war eine erneute Bestandsaufnahme, die bis Ende 2013 auch das Land Brandenburg vorzunehmen hatte. Im Einzelnen erfolgten dabei

  • Korrekturen des Verlaufs von Oberflächenwasserkörpern (OWK), zum Beispiel aufgrund bergbaulicher Aktivitäten;
  • Abgrenzungskorrekturen bei Grundwasserkörpern (GWK), zum Beispiel aufgrund aktualisierter hydrogeologischer Datengrundlagen;
  • aktuelle Belastungsanalysen für alle OWK und GWK;
  • Korrekturen der Typisierung von OWK und der Einstufung von erheblich veränderten bzw. künstlichen OWK, zum Beispiel im Ergebnis der Überprüfungen im Rahmen von Gewässerentwicklungskonzepten;
  • Ergänzungen / Korrekturen der Verzeichnisse der WRRL-relevanten Schutzgebiete;
  • Neuabschätzung der Wahrscheinlichkeit für jeden Wasserkörper, ob die Bewirtschaftungsziele erreicht bzw. nicht erreicht werden, und
  • eine Aktualisierung der wirtschaftlichen Analyse der Wassernutzungen.

Im Gegensatz zu 2004 mussten zur Bestandsaufnahme 2013 keine gesonderten Berichte für die EU-Kommission gefertigt werden. Die Ergebnisse für das Land Brandenburg sind in die Ende 2015 veröffentlichten aktualisierten Bewirtschaftungspläne eingearbeitet worden und dort nachlesbar. Des Weiteren fasst auch der vom Landesamt für Umwelt (LfU) 2016 veröffentlichte „Bericht zur Umsetzung der WRRL“ die wichtigsten Ergebnisse dieser Bestandsaufnahme zusammen.    

Seit 2004 vorgenommene wasserkörperbezogene Aktualisierungen beziehungsweise Korrekturen, die sich unter anderem im Zusammenhang mit erarbeiteten Gewässerentwicklungskonzepten ergaben, sind über einen 2015 aktualisierten Kartendienst abrufbar.

Bestandsaufnahme 2019

Derzeit wird bis Ende 2019 eine erneute Bestandsaufnahme für den dritten Bewirtschaftungszeitraum der WRRL (2022 - 2027) durchgeführt. Die Ergebnisse werden u.a. die aktuellen Belastungen und Zustände der Gewässer widerspiegeln. Sie fließen in die Entwürfe der bis Ende 2021 zu aktualisierenden Bewirtschaftungspläne ein. Diese Entwürfe und damit auch die Ergebnisse der Bestandsaufnahme werden ab 22.12.2020 öffentlich zur Diskussion gestellt.

Bestandsaufnahme 2013

Bis Ende 2015 waren die 2009 verabschiedeten ersten Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme zu überprüfen und zu aktualisieren und damit der zweite sechsjährige Bewirtschaftungszeitraum der WRRL einzuläuten. Voraussetzung hierfür war eine erneute Bestandsaufnahme, die bis Ende 2013 auch das Land Brandenburg vorzunehmen hatte. Im Einzelnen erfolgten dabei

  • Korrekturen des Verlaufs von Oberflächenwasserkörpern (OWK), zum Beispiel aufgrund bergbaulicher Aktivitäten;
  • Abgrenzungskorrekturen bei Grundwasserkörpern (GWK), zum Beispiel aufgrund aktualisierter hydrogeologischer Datengrundlagen;
  • aktuelle Belastungsanalysen für alle OWK und GWK;
  • Korrekturen der Typisierung von OWK und der Einstufung von erheblich veränderten bzw. künstlichen OWK, zum Beispiel im Ergebnis der Überprüfungen im Rahmen von Gewässerentwicklungskonzepten;
  • Ergänzungen / Korrekturen der Verzeichnisse der WRRL-relevanten Schutzgebiete;
  • Neuabschätzung der Wahrscheinlichkeit für jeden Wasserkörper, ob die Bewirtschaftungsziele erreicht bzw. nicht erreicht werden, und
  • eine Aktualisierung der wirtschaftlichen Analyse der Wassernutzungen.

Im Gegensatz zu 2004 mussten zur Bestandsaufnahme 2013 keine gesonderten Berichte für die EU-Kommission gefertigt werden. Die Ergebnisse für das Land Brandenburg sind in die Ende 2015 veröffentlichten aktualisierten Bewirtschaftungspläne eingearbeitet worden und dort nachlesbar. Des Weiteren fasst auch der vom Landesamt für Umwelt (LfU) 2016 veröffentlichte „Bericht zur Umsetzung der WRRL“ die wichtigsten Ergebnisse dieser Bestandsaufnahme zusammen.    

Seit 2004 vorgenommene wasserkörperbezogene Aktualisierungen beziehungsweise Korrekturen, die sich unter anderem im Zusammenhang mit erarbeiteten Gewässerentwicklungskonzepten ergaben, sind über einen 2015 aktualisierten Kartendienst abrufbar.

Bestandsaufnahme 2019

Derzeit wird bis Ende 2019 eine erneute Bestandsaufnahme für den dritten Bewirtschaftungszeitraum der WRRL (2022 - 2027) durchgeführt. Die Ergebnisse werden u.a. die aktuellen Belastungen und Zustände der Gewässer widerspiegeln. Sie fließen in die Entwürfe der bis Ende 2021 zu aktualisierenden Bewirtschaftungspläne ein. Diese Entwürfe und damit auch die Ergebnisse der Bestandsaufnahme werden ab 22.12.2020 öffentlich zur Diskussion gestellt.

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Allgemeine Informationen aus dem Bereich Wasser

Kontakt

Abteilung 2 - Wasser und Bodenschutz
Abteilung:
Referat 22
Ansprechpartner:
Oliver Wiemann
E-Mail:
oliver.wiemann@­mluk.brandenburg.de
Telefon:
+49 331 866-7327