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Biber in Brandenburg

Biber in Brandenburg: Artenvielfalt erhalten – Konflikte lösen

Der Europäische Biber (Castor fiber), auch Eurasischer Biber genannt, ist das größte Nagetier Europas. Groß heißt hier, dass die erwachsenen Tiere eine Körperlänge von 80 bis 102 Zentimetern aufweisen. Dazu kommt noch der Schwanz. Ausgewachsene Europäische Biber wiegen zwischen 23 und 30 Kilogramm. Vor 25 Jahren waren die Tiere in Deutschland und somit auch in Brandenburg fast ausgerottet. Nur ein kleiner Restbestand der Säugetierart überlebte an der Elbe. Dank der strengen Schutzbestimmungen hat sich der Biberbestand inzwischen erholt. In Brandenburg wird er derzeit auf 3.300 Tiere geschätzt.

Allein 600 Biber leben im Oderbruch. Damit verbunden sind zunehmend Konflikte auf land- und forstwirtschaftlich genutzten Flächen, an Straßen und insbesondere für die Sicherheit im Zusammenhang mit Hochwasserschutzanlagen wie Deiche und Dämme. So besteht heute die Herausforderung darin, einerseits den Anforderungen zum Erhalt einer streng geschützten Art gerecht zu werden, andererseits aber Lösungen für Probleme mit dem Biber in der über Jahrhunderte gewachsenen Kulturlandschaft Brandenburgs anzubieten.

Das Brandenburger Agrar- und Umweltministerium hat hierzu 2015 ein Sieben-Punkte-Programm vorgelegt, das dazu beitragen soll, den Umgang mit dem Nachbarn Biber zu erleichtern. Die Idee dabei ist, im Zusammenwirken aller Maßnahmen und trotzdem passgerecht für den jeweiligen Einzelfall zu praktikablen Lösungen zu kommen. Ob dies gelingt, soll eine Überprüfung des Programms im Jahr 2017 zeigen

Herausgeber: Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Fachliche Bearbeitung: Referat 42 – Arten- und Biotopschutz

Auflage: 1.000 Exemplare
Satz und Druck: LGB (Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg)
2015