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Niedrigwasser

Die Gebäude der Stadt Frankfurt (Oder) spiegeln sich im Niedrigwasser der Oder.
© Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/dpa
Die Gebäude der Stadt Frankfurt (Oder) spiegeln sich im Niedrigwasser der Oder.
© Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/dpa

Niedrigwasser ist ein natürliches Ereignis, dessen Ursache meist eine länger andauernde Trockenperiode ist, in der die Wasservorräte in Grundwasser und Seen durch Verdunstung und Abfluss reduziert werden. Die Ursache „Trockenperiode“ kann zeitlich weit vor der Wirkung „Niedrigwasserperiode“ liegen, da der natürliche Niedrigwasserdurchfluss aus dem Grundwasser gespeist wird und hierbei erhebliche Verzögerungszeiten auftreten können. (Quelle: Leitlinien für ein nachhaltiges Niedrigwassermanagement, LAWA 2007)

Die eiszeitlich geprägten Landschaften Brandenburgs sind geprägt von durchlässigen Schwemmsanden und Geschiebemergel der Hochflächen und Platten sowie Auen- und Moorböden der Niederungen. Niederschlag versickert dadurch schnell in tiefere Schichten oder fließt über das weit verzweigte, künstlich erweiterte Gewässernetz oberirdisch ab. Das führt dazu, dass die brandenburgische Landschaft bei ausbleibenden Niederschlägen sehr schnell mit Dürre, trockenfallenden Flüssen und sinkenden Pegelständen der oberen Grundwasserleiter reagiert. Spürbare Auswirkungen hat dies auf grundwasserabhängige Feuchtgebiete und Seen, die bei hohen Lufttemperaturen zudem von Zehrung durch hohe Verdunstungsraten betroffen sind. Wie sensibel der Wasserhaushalt in Brandenburg auf Niederschlagsdefizite reagiert, haben die Trockensommer 2018, 2019 und 2020 mit großer Deutlichkeit gezeigt.

Landesniedrigwasserkonzept des Landes Brandenburg

Die Vorsorge vor künftigen Niedrigwasserereignissen und das Management von extremen Niedrigwassersituationen erfordert einen ganzheitlichen strategischen Ansatz. Das Umweltressort hat hierfür unter Einbeziehung der Landkreise, kreisfreien Städte und der Gewässerunterhaltungsverbände ein Landesniedrigwasserkonzept erarbeitet. Dieses beschreibt die Handlungsstrategie für nachhaltiges Niedrigwassermanagement in Brandenburg. Es enthält einen umfangreichen Maßnahmenplan, der darauf abzielt, die Niedrigwasservorsorge stärker in den Fokus zu nehmen und die Möglichkeiten des Managements von extremen Niedrigwasserereignissen auszuschöpfen.

Das Landesniedrigwasserkonzept ist Bestandteil eines bis Ende 2021 vorzulegenden Gesamtkonzeptes der Landesregierung zur Anpassung an den Klimawandel im Politikfeld Wasser. Das Konzept legt seinen Schwerpunkt darauf, die Voraussetzungen für systematisches und wirksames Handeln in den Flussgebieten Brandenburgs zu verbessern. Alle Maßnahmen verfolgen den Ansatz eines ganzheitlichen, nachhaltigen Wasserressourcenmanagements. Ziel ist es, die Resilienz der Gewässer und der Landschaft gegenüber Niederschlagsdefiziten zu erhöhen, bestehende und künftige Nutzungen auf mögliche Niedrigwassersituationen auszurichten und damit die Auswirkungen von langanhaltenden Trockenwetterperioden abzumindern. Der Handlungsrahmen umfasst den Wasserhaushalt als Gesamtheit, das heißt die Oberflächengewässer und das mit ihnen in Wechselbeziehung stehende Grundwasser.

Das Konzept dient der Unterstützung der Wasserbehörden und aller wasserwirtschaftlichen Akteure für ihr wasserwirtschaftliches Handeln in den Flussgebieten. Zudem soll eine Sensibilisierung und Akzeptanzsteigerung der Öffentlichkeit und aller Wasser- und Landnutzer für mögliche Niedrigwassersituationen, knappe Wasserressourcen und notwendige entgegenwirkende Maßnahmen erreicht werden.

Die Maßnahmen des Landesniedrigwasserkonzepts werden als Niedrigwassermanagementplan weitergeführt und umgesetzt.

Das Landesniedrigwasserkonzept wurde am 15. Februar 2021 vorgestellt. Nachfolgend die Vorträge der Veranstaltung:

Niedrigwasser ist ein natürliches Ereignis, dessen Ursache meist eine länger andauernde Trockenperiode ist, in der die Wasservorräte in Grundwasser und Seen durch Verdunstung und Abfluss reduziert werden. Die Ursache „Trockenperiode“ kann zeitlich weit vor der Wirkung „Niedrigwasserperiode“ liegen, da der natürliche Niedrigwasserdurchfluss aus dem Grundwasser gespeist wird und hierbei erhebliche Verzögerungszeiten auftreten können. (Quelle: Leitlinien für ein nachhaltiges Niedrigwassermanagement, LAWA 2007)

Die eiszeitlich geprägten Landschaften Brandenburgs sind geprägt von durchlässigen Schwemmsanden und Geschiebemergel der Hochflächen und Platten sowie Auen- und Moorböden der Niederungen. Niederschlag versickert dadurch schnell in tiefere Schichten oder fließt über das weit verzweigte, künstlich erweiterte Gewässernetz oberirdisch ab. Das führt dazu, dass die brandenburgische Landschaft bei ausbleibenden Niederschlägen sehr schnell mit Dürre, trockenfallenden Flüssen und sinkenden Pegelständen der oberen Grundwasserleiter reagiert. Spürbare Auswirkungen hat dies auf grundwasserabhängige Feuchtgebiete und Seen, die bei hohen Lufttemperaturen zudem von Zehrung durch hohe Verdunstungsraten betroffen sind. Wie sensibel der Wasserhaushalt in Brandenburg auf Niederschlagsdefizite reagiert, haben die Trockensommer 2018, 2019 und 2020 mit großer Deutlichkeit gezeigt.

Landesniedrigwasserkonzept des Landes Brandenburg

Die Vorsorge vor künftigen Niedrigwasserereignissen und das Management von extremen Niedrigwassersituationen erfordert einen ganzheitlichen strategischen Ansatz. Das Umweltressort hat hierfür unter Einbeziehung der Landkreise, kreisfreien Städte und der Gewässerunterhaltungsverbände ein Landesniedrigwasserkonzept erarbeitet. Dieses beschreibt die Handlungsstrategie für nachhaltiges Niedrigwassermanagement in Brandenburg. Es enthält einen umfangreichen Maßnahmenplan, der darauf abzielt, die Niedrigwasservorsorge stärker in den Fokus zu nehmen und die Möglichkeiten des Managements von extremen Niedrigwasserereignissen auszuschöpfen.

Das Landesniedrigwasserkonzept ist Bestandteil eines bis Ende 2021 vorzulegenden Gesamtkonzeptes der Landesregierung zur Anpassung an den Klimawandel im Politikfeld Wasser. Das Konzept legt seinen Schwerpunkt darauf, die Voraussetzungen für systematisches und wirksames Handeln in den Flussgebieten Brandenburgs zu verbessern. Alle Maßnahmen verfolgen den Ansatz eines ganzheitlichen, nachhaltigen Wasserressourcenmanagements. Ziel ist es, die Resilienz der Gewässer und der Landschaft gegenüber Niederschlagsdefiziten zu erhöhen, bestehende und künftige Nutzungen auf mögliche Niedrigwassersituationen auszurichten und damit die Auswirkungen von langanhaltenden Trockenwetterperioden abzumindern. Der Handlungsrahmen umfasst den Wasserhaushalt als Gesamtheit, das heißt die Oberflächengewässer und das mit ihnen in Wechselbeziehung stehende Grundwasser.

Das Konzept dient der Unterstützung der Wasserbehörden und aller wasserwirtschaftlichen Akteure für ihr wasserwirtschaftliches Handeln in den Flussgebieten. Zudem soll eine Sensibilisierung und Akzeptanzsteigerung der Öffentlichkeit und aller Wasser- und Landnutzer für mögliche Niedrigwassersituationen, knappe Wasserressourcen und notwendige entgegenwirkende Maßnahmen erreicht werden.

Die Maßnahmen des Landesniedrigwasserkonzepts werden als Niedrigwassermanagementplan weitergeführt und umgesetzt.

Das Landesniedrigwasserkonzept wurde am 15. Februar 2021 vorgestellt. Nachfolgend die Vorträge der Veranstaltung:

Aktuelle Informationen zur Niedrigwassersituation

Auf der Informationsplattform Niedrigwasser des Landes Brandenburg wird demnächst das pegelspezifisches Niedrigwasserwarnsystem (Niedrigwasserampel) verfügbar sein. Das pegelspezifische Niedrigwasserwarnsystem dient der Veranschaulichung der hydrologischen Situation im Hinblick auf Niedrigwasser und kann situationsangepasst der Festlegung von Maßnahmen des Niedrigwassermanagements in brandenburgischen Flussgebieten dienen.

Darüber hinaus gibt die Pegelkarte Brandenburg eine Übersicht zur aktuellen Situation an den Pegeln des Landesamtes für Umwelt Brandenburg (LfU) und der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV). Für die jeweiligen Pegel kann über einen Mausklick ein Informationsfenster mit dem aktuellen Messwert des Wasserstands sowie einer Tendenz des Wasserstands in den letzten drei Stunden eingeblendet werden. Die angegebenen Wasserstände sind ungeprüfte Rohdaten. Messfehler durch technische Probleme können daher nicht ausgeschlossen werden. Des Weiteren kann es zu Datenlücken aufgrund von technischen Ausfällen oder Wartungs- und Reparaturarbeiten kommen. Weiterführende Informationen zur Anwendung der Pegelkarte bietet das Pegelportal Brandenburg.

Eine Einschätzung zur hydrologischen Situation der jeweils vergangenen Woche wird im hydrologischen Wochenbericht des LfU dokumentiert. Dazu werden Niederschlagswerte, Wasserstände und Abflüsse an Fließgewässern, Speicherinhalte der in Landeszuständigkeit befindlichen Speicher sowie Grundwasserstände den langjährigen Vergleichswerten gegenübergestellt. Außerdem werden Einschätzungen zur Entwicklung dieser hydrologischen Größen im weiteren Verlauf der aktuellen Woche gegeben.

Aktuelle Informationen zur Niedrigwassersituation

Auf der Informationsplattform Niedrigwasser des Landes Brandenburg wird demnächst das pegelspezifisches Niedrigwasserwarnsystem (Niedrigwasserampel) verfügbar sein. Das pegelspezifische Niedrigwasserwarnsystem dient der Veranschaulichung der hydrologischen Situation im Hinblick auf Niedrigwasser und kann situationsangepasst der Festlegung von Maßnahmen des Niedrigwassermanagements in brandenburgischen Flussgebieten dienen.

Darüber hinaus gibt die Pegelkarte Brandenburg eine Übersicht zur aktuellen Situation an den Pegeln des Landesamtes für Umwelt Brandenburg (LfU) und der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV). Für die jeweiligen Pegel kann über einen Mausklick ein Informationsfenster mit dem aktuellen Messwert des Wasserstands sowie einer Tendenz des Wasserstands in den letzten drei Stunden eingeblendet werden. Die angegebenen Wasserstände sind ungeprüfte Rohdaten. Messfehler durch technische Probleme können daher nicht ausgeschlossen werden. Des Weiteren kann es zu Datenlücken aufgrund von technischen Ausfällen oder Wartungs- und Reparaturarbeiten kommen. Weiterführende Informationen zur Anwendung der Pegelkarte bietet das Pegelportal Brandenburg.

Eine Einschätzung zur hydrologischen Situation der jeweils vergangenen Woche wird im hydrologischen Wochenbericht des LfU dokumentiert. Dazu werden Niederschlagswerte, Wasserstände und Abflüsse an Fließgewässern, Speicherinhalte der in Landeszuständigkeit befindlichen Speicher sowie Grundwasserstände den langjährigen Vergleichswerten gegenübergestellt. Außerdem werden Einschätzungen zur Entwicklung dieser hydrologischen Größen im weiteren Verlauf der aktuellen Woche gegeben.