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Weltwassertag 22. März: Brandenburg lädt als Vorsitzland der Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaften Wasser und Bodenschutz zur ersten Sitzung ein und fasst Moorschutz-Beschluss

- Erschienen am 21.03.2024

Potsdam – Am Vorabend des Weltwassertages (22.03.2024) hat Umweltminister Axel Vogel die Teilnehmenden aus allen Bundesländern zur ersten Sitzung der Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaften Wasser (LAWA) sowie Bodenschutz (LABO) unter Brandenburger Vorsitz in Potsdam begrüßt. Brandenburg steht der LAWA und LABO für die Jahre 2024 und 2025 vor. Das Umweltministerium wird bis Ende 2025 vor allem die klimabedingten Auswirkungen auf den Wasserhaushalt und die Gewässerbewirtschaftung bei Niedrigwasser und Wasserknappheit sowie den Umgang mit Abwassereinleitungen in den Fokus rücken.

Das Land Brandenburg, so Umweltminister Axel Vogel in seiner Begrüßung, zähle zwar zu den gewässerreichsten Bundesländern, sei aber gleichzeitig eine der trockensten und niederschlagärmsten Regionen der Bundesrepublik. Der Bergbau hätte zudem den Wasserhaushalt in der Lausitz mit Folgen für das Ökosystem Spreewald und für die Wasserversorgung nachhaltig verändert

„Während in wasserreicheren Bundesländern und Regionen die Ressourcenverteilung bei Wasserknappheit oder die Abwasserentsorgung in Niedrigwasserperioden noch keine so große Rolle spielen, setzt Brandenburg bereits Niedrigwasserkonzepte und ein nachhaltiges Boden- und Wassermanagement im Vollzug um“,

sagte Umweltminister Axel Vogel heute im Potsdam-Museum.

„Dies sind jetzt auch Themen der LAWA und LABO, deren Arbeit sich damit am Puls der Zeit bewegt und von großer praktischer Relevanz für den Verwaltungsvollzug in Brandenburg und deutschlandweit ist.“

Als Vorsitzland wird Brandenburg insbesondere die Themen Niedrigwasser und Nutzungskonkurrenzen bei Wasserknappheit sowie Moorschutz als natürlicher Klimaschutz setzen.

Heute tauschten sich die Länderarbeitsgemeinschaften über den Umsetzungsstand zum Moorschutz aus. Sie vereinbarten, eine Studie zu den sozio-ökonomischen Folgen der aus Klimaschutzsicht notwendigen Wiedervernässung von Mooren vorzubereiten. Die Brandenburger Landesregierung hat am 14. März 2023 ein Moorschutzprogramm und am 5. März 2024 den Klimaplan für Brandenburg verabschiedet.

Außerdem wurden über eine Länderabfrage die bereits bestehenden Regelungen zu Abwassereinleitungen bei Niedrigwasser zusammengetragen und dann ausgewertet. Mit dem länderübergreifenden Austausch sollen Best-Practice-Beispiele zusammengestellt sowie eine Orientierungshilfe für den Vollzug und eine Verständigung zum Mindestabfluss von Gewässern erreicht werden.

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Die LAWA und die LABO sind Arbeitsgremien der Umweltministerkonferenz für die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern bei länderübergreifenden Themen der Wasserwirtschaft und des Bodenschutzes.

Brandenburg hat den Vorsitz der Arbeitsgremien LAWA und LABO vom Land Berlin übernommen. Der Vorsitz wechselt turnusgemäß alle zwei Jahre in alphabetischer Reihenfolge der Ländernamen. Das Amt der LAWA- und LABO-Vorsitzenden hat nun die Leiterin der Abteilung „Wasser und Bodenschutz“ des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz, Anke Herrmann, inne.