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Neue Ideen in Zeiten der Klimaveränderungen: Agrarminister Axel Vogel vor Ort bei Brandenburger Reisanbau-Projekt

- Erschienen am 26.03.2024

Potsdam / Linum –  Um Absatzmärkte für märkischen Reis, die Bewirtschaftung von Mooren mit Wasserbüffeln und um den Naturschutz ging es beim Vor-Ort-Termin von Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Axel Vogel in Linum. Das Unternehmen Natur Konkret hat dort den Reisanbau in ehemaligen Karpfen-Teichen im brandenburgischen Linum getestet. Im Sinne einer Diversifizierung kann dort der Reisanbau als eine von vielen Maßnahmen der Klimaanpassung gewertet werden.

Agrarminister Axel Vogel:

„Die Klimaveränderungen in Brandenburg erfordern von unseren landwirtschaftlichen Betrieben Kreativität, Innovation und einen verantwortungsvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen. So stellen sich viele Betriebe bereits darauf ein und experimentieren mit neuen Kulturen – so wie der Betrieb Natur Konkret mit Reis.“

Eine moorschonende Landnutzung und damit ein besserer Schutz der Biodiversität könnten helfen, die Arbeits- und Bewirtschaftungsgrundlagen der Landwirtschaft zu erhalten, so Axel Vogel.

„Der ökologisch wirtschaftende Betrieb lässt hier im Rhinluch auch Wasserbüffel auf Mooren weiden – das ist eine angepasste Moornutzung, die wir auch aus Klimaschutzgründen unterstützen.“

Der Betrieb Natur Konkret Ribbeckshorst bewirtschaftet im Havelländischen Luch 520 Hektar Grünland extensiv, dazu kommen 270 Hektar Ackerland, auf denen unter anderem auf 20 Hektar mehrjährige Brachen angelegt wurden. Im Jahr 2020 hatte das Unternehmen erstmals den Versuch gestartet, Reis in den ehemaligen Karpfenteichen in Linum anzubauen. Nach erneuter Feinjustierung beim Anbau konnten im Jahr 2023 erstmal Reis von einem Hektar Anbau mit einer Ausbeute von 153 Kilogramm geerntet werden. 2024 rechnet der Betrieb nach eigenen Angaben – auch durch die Anwendung entsprechender Erntetechnik – mit einem Ertrag von 2000 bis 9000 Kilogramm. Der Reis wird in den Hofläden in Linum und Lütte verkauft.

Reis ist zwar keine Wasserpflanze, reagiert auf stark schwankende Temperaturen allerdings empfindlich, so dass das Wasser, in dem die Pflanzen gedeihen, die Temperaturen regulieren kann. Deshalb spielt durch die Auswirkungen der Klimaveränderungen auch die Wasserverfügbarkeit eine Rolle.