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02.11.2021

Gewerbeabfälle für den Wirtschaftskreislauf zurückgewinnen: Pilotprojekt in Brandenburg startet

Potsdam – Mit der 2019 novellierten Gewerbeabfallverordnung sollen mehr Wertstoffe aus den Stoffströmen der gewerblichen Siedlungsabfälle und der Bau- und Abbruchabfälle für den Wirtschaftskreislauf zurückgewonnen werden. Neue Getrennthaltungspflichten in den Betrieben und auf Baustellen sollen dafür sorgen, dass die einzelnen Abfallfraktionen sortenrein erfasst werden und Gewerbeabfälle nicht mehr, wie häufig geschehen, direkt als gemischte Abfälle in die Verbrennung gehen. In einem Pilotprojekt will Brandenburg nun die Einhaltung der getrennten Erfassung besser prüfen und daraus Erkenntnisse für die Arbeit der zuständigen Behörden gewinnen.

Umweltminister Axel Vogel:

„Der Wandel von der Abfall- zur Kreislaufwirtschaft ist notwendig, um unsere globalen Ressourcen nachhaltiger zu nutzen. Sie stellt nicht nur die Zivilgesellschaft und die Wirtschaft, sondern auch den Staat und die Verwaltung vor große Herausforderungen. Die Behörden vor Ort müssen komplexe Regelungen vollziehen. Deshalb erhoffe ich mir von dem Pilotprojekt weitreichende Erkenntnisse für die Umsetzung durch die zuständigen Abfallwirtschaftsbehörden. Letztlich ist es eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, ressourcenschonend und nachhaltig zu wirtschaften.“

Zuständig für die Überwachung bei der Umsetzung der neuen Gewerbeabfallverordnung sind die unteren Abfallbehörden bei den Landkreisen und kreisfreien Städten. Mithilfe von exemplarisch durchgeführten Überwachungsmaßnahmen im November 2021 durch die unteren Abfallwirtschaftsbehörden in Potsdam und im Landkreis Spree-Neiße in Kooperation mit dem Sachverständigenbüro cyclos GmbH aus Osnabrück sollen Erkenntnisse über möglicherweise notwendige Hilfestellungen und Empfehlungen für einen effizienten und effektiven Vollzug erarbeitet werden, die den zuständigen Behörden in Form von Handlungshilfen zur Verfügung gestellt werden können.

Zusätzlich sind zum Ende des Projekts (voraussichtlich im 1. Quartal 2022) weitere Veröffentlichungen und Veranstaltungen mit Industrie- und Handelskammer und der Handwerkskammer geplant, um die Gewerbetreibenden hinsichtlich der Notwendigkeit der gesetzlichen Verpflichtungen im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft zu sensibilisieren.

 

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