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08.07.2022

Toller Beitrag zum praktischen Naturschutz: Umweltstaatssekretärin Anja Boudon auf landesweitem JuniorRanger-Camp im Naturpark Hoher Fläming

Wiesenburg/Mark – Für drei Tage haben mehr als 100 junge Naturschützerinnen und Naturschützer ihre Zelte im Naturpark Hoher Fläming aufgeschlagen, um traditionell einmal im Jahr alle zusammen spielerisch die in den Nationalen Naturlandschaften heimischen Arten und Lebensräume sowie Möglichkeiten für deren Schutz kennenzulernen. Brandenburgs Umweltstaatssekretärin Anja Boudon eröffnet am heutigen Nachmittag (8.7., 17 Uhr) das mittlerweile 17. landesweite Junior-Ranger-Camp in Wiesenburg/Mark.

„Ich freue mich sehr, dass Ihr Euch schon in jungen Jahren mit viel Eifer für den Schutz der Natur in Brandenburg einsetzt. Ihr baut Nistkästen, zählt seltene Orchideen und betreut Schutzzäune für Amphibien. Ihr leistet damit bereits ganz wertvolle Beiträge und darauf könnt Ihr und können wir wirklich stolz sein“,

begrüßt Umweltstaatssekretärin Anja Boudon die Junior Rangerinnen und Ranger im Alter zwischen 6 und 14 Jahren im Wiesenburger Schlosspark.

„Genau diese Erfahrungen im praktischen Naturschutz draußen in den Schutzgebieten machen das mehrfach ausgezeichnete Junior-Ranger-Programm der Naturwacht einzigartig in der Umweltbildungsarbeit“,

unterstreicht Anja Boudon. Unter Anleitung von erwachsenen Rangern lernen die Kinder direkt im Nationalpark, den Biosphärenreservaten und Naturparken des Landes die heimische Artenvielfalt kennen und beschäftigen sich mit Themen wie Konsum oder den Klimaveränderungen.

Zu ihrem landesweiten Camp kommen die Junior Ranger einmal im Jahr zusammen. Bella, Joyce, Lanea, Matti und Moritz aus dem Naturpark Westhavelland sind zum ersten Mal mit dabei und erhalten von Umweltstaatssekretärin Anja Boudon sowie dem Leiter des Naturparks Hoher Fläming, Steffen Bohl, mit Käppi und T-Shirt ihre „Dienstkleidung“. Für die Aufnahme als Junior Rangerinnen und -Ranger mussten sie Fragen zur Vogelkunde beantworten und Tierspuren erkennen. Insgesamt 34 grüne Shirts und Käppis mit dem Eulen-Logo der Naturwacht werden zur Camp-Eröffnung an die stolzen Kinder überreicht.

„Die ersten Junior-Ranger-Gruppen hat die Naturwacht vor 28 Jahren aufgebaut. Seit 2004 bieten wir das Junior-Ranger-Programm landesweit als Baustein der Bildung für nachhaltige Entwicklung an. Aktuell betreuen wir 211 Junior Rangerinnen und Ranger in 25 Gruppen“,

erläutert Naturwachtleiterin Britta Schmidt. Es gibt viel zu entdecken an diesem Wochenende: Die Brandenburger Junior Ranger und ihre Gäste aus dem Nationalpark Harz und aus Berlin-Pankow lernen die seltenen Großtrappen kennen und erkunden in der Dämmerung auf der „Glühwürmchentour“ die heimlichen Bewohner des Schlossparks.

„Wir sind sehr froh, dass das Camp nach zweijähriger pandemiebedingter Pause wieder stattfinden kann und wir als Naturpark Gastgeber sind“,

freut sich Naturparkleiter Steffen Bohl. 

Fotos zur freien Verwendung

Hinweis: Es werden ab Freitagvormittag fortlaufend Fotos von der Eröffnung des Junior-Ranger-Camps in den Ordner eingestellt. Die Fotoerlaubnis für die Kinder liegt vor.

Hintergrund Naturwacht Brandenburg

Die Rangerinnen und Ranger der Naturwacht Brandenburg arbeiten seit 1991 in den 15 Nationalen Naturlandschaften (Großschutzgebieten) des Landes als Mittler zwischen Mensch und Natur. Auf rund 9.000 Quadratkilometern – einem Drittel der Landesfläche – sind sie unterwegs und erfassen Daten zu Tier- und Pflanzenbeständen, Grundwasserspiegeln sowie zur Qualität von Gewässern. Sie setzen im Nationalpark, den drei Biosphärenreservaten und den elf Naturparken zahlreiche Natur- und Artenschutzmaßnahmen um und kontrollieren deren Erfolg.

Gleichzeitig sind die 87 Rangerinnen und Ranger ansprechbar für alle, die in den Nationalen Naturlandschaften leben, arbeiten oder zu Gast sind. Sie begleiten jährlich rund 10.000 Interessierte auf mehr als 500 geführten Touren, teilen ihr Wissen und sensibilisieren für richtiges Verhalten in den Schutzgebieten. Damit stärken sie auch den Naturtourismus in der Region. Ein weiteres Arbeitsfeld ist die Bildung für Nachthaltige Entwicklung, BNE: In ihrer Arbeit mit Junior-Ranger-Gruppen oder in Schul-AGs wecken die Ranger*innen Interesse an Themen rund um die Nachhaltigkeit und motivieren und befähigen sie, selbst aktiv zu werden.

Fast 400 Freiwillige unterstützen die Naturwacht Brandenburg bei diesen vielfältigen Aufgaben. Seit 1997 arbeitet die Naturwacht unter dem Dach der Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg.