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Vortrag zu mehr Nahrungsangeboten für Wildbienen, Schmetterlinge und Co.

- Erschienen am 11.11.2022

Nuthe-Urstromtal – Nach der sogenannten Krefelder Studie ist die Biomasse von Fluginsekten in den Jahren von 1989 bis 2013 um mehr als 75 Prozent zurückgegangen. Die Ergebnisse der Langzeitstudie brachten das Thema Insektensterben in die Öffentlichkeit. Wie dem Insektensterben begegnet werden kann, erklärt ein öffentlicher Vortrag, zu dem die Naturparkverwaltung Nuthe-Nieplitz und der Nachhaltigkeitsausschuss der Gemeinde Nuthe-Urstromtal am 23. November ab 18 Uhr in die Schule „Am Pekenberg“ in Zülichendorf (Schulallee 1) einladen.

Ariane Hofmann vom Verein Hortus Terrigenus e. V. gibt Einblicke in das faszinierende Leben von Wildbienen und Co. in unserer Nachbarschaft und Antworten auf folgende Fragen: Was hat es mit dem Insektensterben auf sich? Was brauchen die Arten zum Leben und Überleben? Warum brauchen wir diese Arten? Was kann jeder von uns tun?             

Von blütenbesuchenden Insekten hängt es maßgeblich ab, wie es mit der Ernte im Sommer oder Herbst bestellt ist. Bei fast all unseren Kulturpflanzen übernehmen Wildbienen die Bestäubung. Aber auch Wildpflanzen, Nahrung für viele Tierarten, sind auf Bestäuber angewiesen.

Insekten brauchen Vielfalt: durch mosaikartige Mahd von Wiesen, Aussaat oder Fördern von heimischen Wildpflanzen kann ihnen in der freien Landschaft wie auch in Parks und Gärten geholfen werden. Sie haben sich gemeinsam mit Pflanzen im Laufe der Evolution entwickelt und an die Blüten heimischer Wildpflanzen angepasst. Viele Insektenarten sind hochspezialisiert und auf das Vorkommen bestimmter Wildpflanzen angewiesen.

Die Veranstaltung soll für mehr Artenvielfalt in den Gärten und auf öffentlichen Flächen sowie für eine insektenfreundliche Pflege von Grünflächen werben. Eine naturnahe Gestaltung mit heimischen Wildpflanzen soll populärer werden.

Hintergrund:

Die Brandenburger Naturlandschaften, zu denen alle Naturparke und Biosphärenreservate gehören, sind in diesem Jahr der Initiative „Natur im Garten“ beigetreten. Gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband Prignitz-Ruppin e. V. werden Gärten ausgezeichnet, die der Grundidee „Gärtnern mit der Natur“ folgen und für mehr Artenvielfalt im heimischen Garten sorgen. Gärten, die diesen Kriterien genügen, können zertifiziert werden und mit einer Plakette ausgezeichnet werden.

 

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