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Eröffnung der Kanusaison im Naturschutzgebiet „Rheinsberger Rhin und Hellberge“

- Erschienen am 12.06.2020

Menz/Rheinsberg – Am kommenden Montag (15. Juni) startet die Kanusaison am Rheinsberger Rhin. Alle Stege an den Ein- und Ausstiegsstellen wurden von der Behindertenwerkstatt Lebenshilfe e. V. im Auftrag der Naturparkverwaltung ausgebessert. „Leinen los!“ heißt es nun aus dem Naturpark.

Unter Anleitung der Naturwacht haben in den letzten Tagen die Kollegen des Gewässerunterhaltungsverbandes Oberer Rhin/Temnitz zudem im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht Gefahrenbäume am Rhin beseitigt. Dabei wurde so viel wie möglich Totholz aus ökologischen Gründen im Fluss belassen.

Wie lange die Kanusaison andauert, ist abhängig von den Niederschlägen in den nächsten Wochen. Bleibt der Regen aus und der Mindestpegel unterschritten, muss die Kanusaison, wie in den letzten beiden trockenen Sommern, vorzeitig beendet werden.

Der Rheinsberger Rhin gehört zu den wertvollsten Fließgewässern des Landes Brandenburg. Um die einzigartige Naturlandschaft auch kommenden Generationen zu erhalten, ist die Beachtung bestimmter Regeln erforderlich. Der Rhin darf laut. NSG-Verordnung nur vom 15. Juni bis 31. Oktober zwischen 9 und 19 Uhr mit Einer- und Zweier-Kajaks (keine Kanadier) ohne Steuer bei einem Mindestwasserstand von 65 Zentimetern am Pegel Rheinsberger Obermühle flussabwärts befahren werden. Informationen zum aktuellen Stand gibt es am Pegeltelefon der Naturparkverwaltung (Telefon: 033082 407-16) oder auf den Rot-/Grün-Drehscheiben vor Ort. Zum Rasten dürfen nur die speziell eingerichteten Ein- und Ausstiegsstellen genutzt werden.

Für den Herbst ist die grundhafte Erneuerung der Ein- und Ausstiegsstellen Berkholzofen und Rheinshagen im Rahmen des EU-LIFE-Projektes Feuchtwälder geplant. Die Mitarbeiter des Projektes haben in Zusammenarbeit mit den örtlichen Kanuverleihern in den letzten Wochen bereits Infotafeln mit Hinweisen zu den nächsten Pausenplätzen aufgestellt. Monsieur Alcedo, die aus dem Entdeckerheft für Kinder bekannte Eisvogelkarikatur, gibt Hinweise zu den Rastmöglichkeiten.

Das sportlich anspruchsvolle Gewässer sollte nur von geübten Paddlern befahren werden. Neueinsteigern und Gelegenheitspaddlern stehen im Naturpark Stechlin-Ruppiner Land ausreichend Alternativen, wie etwa die Obere Havel, der Lindower Rhin und die Seen der Ruppiner Schweiz oder die Rheinsberger Gewässer zur Verfügung.