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22.09.2022

Mit der „Earth Night“ am 23. September ein Bewusstsein für das Problem der Lichtverschmutzung schaffen

Potsdam/Parey – Energie sparen, das gesundheitliche Wohl der Menschen fördern und negative Einflüsse auf die Natur vermeiden: Im Natur- und Sternenpark Westhavelland sind Maßnahmen zur Lichtimmissionsreduzierung längst geübte Praxis, insbesondere bei der öffentlichen Straßenbeleuchtung. Mit der Aktion „Earth Night“ am 23. September setzt der Naturpark ein Zeichen für die Schönheit der Nacht.

Der Natur- und Sternenpark Westhavelland unterstützt die „Earth Night“ der Initiative „Paten der Nacht“. In der Nacht vom 23. auf den 24. September sind alle Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, möglichst viele Lichter auszuschalten. Ziel der kurzzeitigen Aktion ist es, auf das Problem der Lichtverschmutzung aufmerksam zu machen.

Licht ist wichtig und notwendig. Zuviel Licht und vor allem eine schlechte Lichtqualität könen aber auch zahlreiche Nachteile mit sich bringen. Dabei spannt sich ein weiter Bogen von der Beeinträchtigung des gesunden Schlafes, über negative Auswirkungen auf Vögel, Fledermäuse und besonders Insekten, bis hin zur Schädigung des Zooplanktons in unseren Gewässern.

Kurzzeitige Abschaltungen von Straßenbeleuchtungen für nur eine Nacht, wie zur Earth Night, sind in den Kommunen des Natur- und Sternenparks technisch schwierig umsetzbar. Daher wird seit 2014 die Strategie einer dauerhaften Absenkung des Beleuchtungsniveaus und der Umrüstung auf sparsame und effiziente LED-Technik verfolgt, was eine langfristige und nachhaltige Lösung darstellt.

Gewerbetreibende und Privatpersonen sind darüber hinaus aufgerufen, ihre eigene Außenbeleuchtung auf Lichtqualität und Notwendigkeit hin zu überprüfen. Eine Motivation dafür kann auch die mögliche Energieeinsparung sein, die in der jetzigen Situation hinsichtlich der sich zuspitzenden Klimakrise und steigender Energiekosten dringender scheint als je zuvor.

Unterstützung und Ratschläge zum Thema bietet der Natur- und Sternenpark Westhavelland. Naturparkmitarbeiter Thomas Becker berät, erklärt Möglichkeiten zur Umrüstung und kann - wenn erforderlich - innerhalb des Naturparks auch aktiv bei der Optimierung einer Beleuchtung behilflich sein. Dazu wurde im Sommer dieses Jahres auch die Initiative „Nachtwächter“ ins Leben gerufen. Interessierte sind willkommen, sich der Initiative anzuschließen.

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