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23.01.2023

Bewegtes Ei und Bio-Most, Linse und Leindotter: Agrarminister Axel Vogel vergab auf Brandenburg-Tag der Grünen Woche die ersten Brandenburger Qualitätszeichen

Berlin / IGW  – Landwirtschaftsminister Axel Vogel hat auf dem heutigen Brandenburg-Tag der Internationalen Grünen Woche (IGW) die ersten drei Brandenburger Qualitätszeichen für brandenburgische Agrarprodukte bekanntgegeben. Zusammen mit Michael Wimmer, Geschäftsführer der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL), verlieh Vogel das regionale Zeichen „Bio Brandenburg. Gesicherte Qualität“ an die Brandenburger Bio-Ei GmbH in Wustermark, die Mosterei Ketzür aus Beetzseeheide und das Landgut Pretschen im Spreewald.

Landwirtschaftsminister Axel Vogel:

„Allen Verbraucherinnen und Verbrauchern, die gezielt nach Eiern und Saft, Gemüse und Obst, Fleisch und Getreide, Milchprodukten und anderen verarbeiteten Lebensmitteln guter Qualität aus Brandenburg suchen, bieten wir mit den Zeichen eine bessere Orientierung. Ich freue mich, dass nach der Vorstellung unserer regionalen Qualitätszeichen 2022 nun die ersten Zeichennehmer aus dem Bio-Bereich den Zertifizierungsprozess erfolgreich absolviert haben und wir diese auf dem Brandenburg-Tag auf der Internationalen Grünen Woche auszeichnen konnten. Ich bin sehr zuversichtlich, dass bald weitere Unternehmen aus dem konventionellen und dem Bio-Bereich dazukommen und damit mehr Produkte als Brandenburger Qualitätserzeugnisse erkennbar sein werden.“

Das Brandenburger Agrar- und Umweltministerium hat die beiden Siegel „Gesicherte Qualität Brandenburg“ und „bio Brandenburg. Gesicherte Qualität“ entwickelt und vor einem Jahr vorgestellt. Landwirtschaftsbetriebe und das Ernährungshandwerk können diese Qualitätszeichen nutzen, um ihre Produkte sichtbarer zu platzieren und damit die steigende Nachfrage nach guten regionalen Lebensmitteln besser zu stillen.

Zu den ersten Zeichennutzern:

"Das bewegte Bio-Ei" wird in der Brandenburger Bio-Ei GmbH in Wustermark (Ortsteil Hoppenrade) verpackt. Diese wird aus mobiler Hühnerstallhaltung von der ortsansässigen Wublitz Rind GbR sowie vom familiengeführten Trebbiner Biohof Klass beliefert. Die Brandenburger Bio-Ei vertreibt ihre „bewegten Eier“ über die BioCompany sowie Berliner Edeka- und Rewe Märkte; sie können aber auch bei der Märkischen Kiste bestellt werden.

Die Mosterei Ketzür aus Beetzseeheide verarbeitet Äpfel vom Werderaner BioHofgut Kleimeier und Johannisbeeren vom Biohof Schöneiche. Der nordöstlich von Brandenburg an der Havel gelegene Betrieb baut regionale Wirtschaftsbeziehungen auf und bringt moderne vegane Produkte auf den Markt. Die Säfte der Mosterei gibt es bislang im inhabergeführten Biofachhandel und bei Edeka, Rewe und Kaufland.

Das Landgut Pretschen GmbH & Co. KG aus Märkische Heide ist ein Brandenburger Linsenpionier – der Spreewälder Hof baut die Hülsenfrüchte seit über zehn Jahren an. Außerdem vertreibt der rund 800 Hektar bewirtschaftende Demeter-Betrieb Gemüse, Leindotteröl, sowie Fleisch- und Wurstwaren im Biofachhandel sowie im eigenen Hofladen.

In diesem und im kommenden Jahr wird das Brandenburger Agrarministerium mit jeweils 500.000 Euro Erzeuger und Verarbeiter bei der Teilnahme an den Programmen sowie öffentlichkeitswirksame Maßnahmen unterstützen. Die Landwirtschafts- und Ernährungsbranche unterstützt die Einführung eines regionalen Qualitätszeichens. Anlässlich der IGW hat auch die Eberswalder Wurst & Fleisch Gmbh erklärt, die Zertifizierung anzustreben.

Hintergrund: „Bio Brandenburg gesicherte Qualität“/“Gesicherte Qualität Brandenburg“

Ziel des Agrarministeriums ist es, der regional ausgerichteten Lebensmittelproduktion – im Ökolandbau wie konventionell produziert – mit Weiterverarbeitung, Marketing und Vertrieb regional produzierter Lebensmittel neuen Schub zu geben.

Die Nachfrage nach regionalen sowie regionalen ökologischen Produkten hat großes Potenzial für Brandenburger Unternehmen der Land- und Ernährungswirtschaft, die Wertschöpfung im Land zu erhöhen. Mit 6 Millionen Konsumentinnen und Konsumenten in gut 3 Millionen Haushalten sowie rund 10.000 gastronomischen Einrichtungen in Berlin und Brandenburg hat die märkische Land- und Ernährungswirtschaft einen großen Absatzmarkt direkt vor der Tür. Damit Verbraucherinnen und Verbraucher qualitativ hochwertige Erzeugnisse mit einer nachvollziehbaren regionalen Herkunft besser erkennen können, hat das Brandenburger Landwirtschaftsministerium das auch im Koalitionsvertrag vereinbarte EU-notifizierte Qualitätszeichen für regionale Produkte eingeführt. Mit dem Label „Gesicherte Qualität Brandenburg“ und mit dem Zeichen „bio Brandenburg. Gesicherte Qualität“ gekennzeichnete Erzeugnisse wurden nach besonderen produktspezifischen und über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehenden Kriterien hergestellt und verarbeitet. Mit kurzen Wegen zu Verbraucherinnen und Verbrauchern beziehungsweise in die Gemeinschaftsverpflegung in Berlin und Brandenburg haben diese Lebensmittel auch eine bessere Klimabilanz und tragen dazu bei, das Einkommen regionaler Landwirte und Ernährungshandwerker und damit auch die Brandenburger Kulturlandschaft zu sichern.

Die beiden Brandenburger Qualitätszeichen basieren auf den Qualitätsprogrammen von Baden-Württemberg. Der Berliner Senat will im Rahmen der Berliner Ernährungsstrategie das Biozeichen bei Ausschreibungen berücksichtigen.

Das Agrar-Umweltministerium hat für die Vergabe der Qualitätszeichen an Betriebe zwei Lizenznehmer gewonnen: die pro agro GmbH für konventionelle und Bio-Erzeugnisse sowie die FÖL, Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau e.V., für Bio-Produkte.

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