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19.12.2019

Bundesländer stimmen sich zum Planungsstand für den länderübergreifenden Flutungspolder in der Lenzer Wische ab

Potsdam – Vertreter der Umweltministerien der kooperierenden Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen beraten das weitere Vorgehen für das länderübergreifende Hochwasserschutzinvestitionsvorhaben.

Diese länderübergreifende Maßnahme des Nationale Hochwasserschutzprogramms soll nach Realisierung den Elb-Anliegern flussabwärts in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein einen besseren Hochwasserschutz bieten. Das Poldervorhaben umfasst Flächen in der Lenzer Wische von insgesamt 2.200 Hektar im Landkreis Prignitz auf dem Gebiet Brandenburgs und zu einem kleineren Teil im Land Mecklenburg-Vorpommern.

In 2017 wurde eine Vereinbarung zwischen den drei Ländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen getroffen, die die Kooperation und die Finanzierung des von den Ländern zu tragenden Anteils in diesem Projekt regelt. Das Land Schleswig-Holstein, dessen flussabwärts gelegener Elbabschnitt auch von dieser Maßnahme profitiert, hat zugesagt, den Betrieb und die Unterhaltung des Polders anteilig mitzufinanzieren. Eine Beteiligung in der Planungs- und der Bauphase wurde bisher ausgeschlossen. Hier ist noch Überzeugungsarbeit zu leisten.

Die Ländervertreter diskutieren über die Ergebnisse einer hydronumerischen Modellierung, die die Füll- und Entleerungsvorgänge des Sommerpolders Lenzer Wische sowie die Höhe der Wasserstandsabsenkung flussabwärts genauer untersucht hat. In diese Untersuchung sind auch der Polder Floßgraben auf Mecklenburgischer Seite sowie Bereiche der Löcknitzniederung einbezogen, um deren Potential als zusätzliche Rückhalteräume für die Zwischenspeicherung von Wasser der Löcknitz zu ermitteln. Aktuell wird von einer maximalen Wirkung zur Absenkung des Hochwasserscheitels in der Elbe von rund 21 Zentimetern ausgegangen. 

Im nächsten Schritt ist der Umfang der erforderlichen Deichertüchtigungen für die vorgesehenen Variante zur Polderflutung geplant. Dafür ist eine genaue Erfassung des Zustandes der Deiche auf einer Länge von 26,5 Kilometern durch Vermessungen, Baugrunduntersuchungen und Beurteilung der Standsicherheit vorzunehmen.  

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