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Klimaschutz

Hinter einem gelb blühenden Sonnenblumenfeld wird eine neue Windenergieanlage aufgebaut.
© Patrick Pleul/zb/dpa
Hinter einem gelb blühenden Sonnenblumenfeld wird eine neue Windenergieanlage aufgebaut.
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Klimaschutz in Brandenburg - auf dem Weg zur Netto-Null

Die besondere Verantwortung Brandenburgs für den Klimaschutz ergibt sich aus seiner historischen Rolle als Braunkohleland. Über ein Jahrhundert wurden im Lausitzer Revier viele Millionen Tonnen Braunkohle zur Strom- und Wärmeversorgung für Industrie und Bevölkerung gefördert und verbrannt. Diese Tatsache sorgte für Wirtschaftswachstum und Wohlstand – aber verursacht bis heute auch eine Menge klimaschädlicher Emissionen.

In Brandenburg wurden im Jahr 2020 rund 51 Millionen Tonnen Treibhausgase emittiert. Im Vergleich zu 1990 sanken die Emissionen insgesamt um 57 Prozent. In der jüngsten Zeit führte insbesondere der forcierte Braunkohleausstieg zu einem weiteren Rückgang. So wurde allein durch die Reservestellung zweier Kraftwerksblöcke in Jänschwalde seit Ende 2018 eine CO2-Minderung von etwa 8 Millionen Tonnen erzielt. Spätestens 2038 wird laut Kohleausstiegsgesetz des Bundes mit Schwarze Pumpe das letzte brandenburgische Braunkohlekraftwerk vom Netz gehen. Aber nicht nur die Braunkohleverstromung ist für Treibhausgasemissionen verantwortlich. Neben der Energiewirtschaft (cirka  62 Prozent) sind daran vor allem die Bereiche Industrie (cirka 13 Prozent), Verkehr (cirka 10 Prozent), Gebäude (cirka 7 Prozent) und Landwirtschaft (cirka 6 Prozent) beteiligt. Als Sondereffekt hat auch die Corona-Pandemie im Jahr 2020 zu einem Rückgang der Klimagasemissionen in Brandenburg beigetragen.

Gleichzeitig ist Brandenburg ein Vorreiter beim Ausbau der Erneuerbaren Energien. 2018 konnte das Land zum ersten Mal fast 100 Prozent seines Endenergieverbrauchs an Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Windkraft und Photovoltaik decken. Bis 2030 sollen nach gegenwärtigem Stand die energiebedingten CO2-Emissionen um 72 Prozent auf 25 Millionen Tonnen pro Jahr gegenüber 1990 reduziert werden.

Die Regierungskoalition aus SPD, CDU und Bündnis 90/Die Grünen hat die brandenburgische Klimaschutzpolitik im Jahr 2020 auf eine neue Stufe gestellt. Auf Beschluss des Landtags wird mit dem Klimaplan Brandenburg unter Leitung des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) eine umfassende und verbindliche Klimaschutzstrategie erarbeitet, die bis spätestens 2050 ein klimaneutrales Leben und Arbeiten in Brandenburg ermöglichen soll. Diese Zielsetzung bedeutet, dass dann in der Summe keine klimaschädlichen Treibhausgase mehr ausgestoßen werden dürfen. Noch vorhandene, nicht vermeidbare Restemissionen müssen durch Klimasenken wie Wälder, Moore und Humusböden vollständig ausgeglichen werden – was eine „Netto-Null“-Emission bedeutet.

Inzwischen haben klimapolitische Entscheidungen auf Bundes- und EU-Ebene auch die Rahmenbedingungen für das Land Brandenburg entscheidend verändert. Das neue Ziel der Europäischen Union einer Treibhausgasreduzierung bis 2030 um 55 Prozent gegenüber 1990 und die Anpassung des Klimaschutzgesetzes des Bundes an den wegweisenden Beschluss des Bundesverfassungsgerichts werden bei der Ausgestaltung des Klimaplans berücksichtigt. Nach den Worten von Umweltminister Axel Vogel (Bündnis 90/Die Grünen) erfordern diese ambitionierteren Klimaziele auch für Brandenburg ein unverzügliches Handeln und eine klare Fokussierung auf das Jahr 2045 für die Erreichung der Treibhausgasneutralität.

Klimaschutz in Brandenburg - auf dem Weg zur Netto-Null

Die besondere Verantwortung Brandenburgs für den Klimaschutz ergibt sich aus seiner historischen Rolle als Braunkohleland. Über ein Jahrhundert wurden im Lausitzer Revier viele Millionen Tonnen Braunkohle zur Strom- und Wärmeversorgung für Industrie und Bevölkerung gefördert und verbrannt. Diese Tatsache sorgte für Wirtschaftswachstum und Wohlstand – aber verursacht bis heute auch eine Menge klimaschädlicher Emissionen.

In Brandenburg wurden im Jahr 2020 rund 51 Millionen Tonnen Treibhausgase emittiert. Im Vergleich zu 1990 sanken die Emissionen insgesamt um 57 Prozent. In der jüngsten Zeit führte insbesondere der forcierte Braunkohleausstieg zu einem weiteren Rückgang. So wurde allein durch die Reservestellung zweier Kraftwerksblöcke in Jänschwalde seit Ende 2018 eine CO2-Minderung von etwa 8 Millionen Tonnen erzielt. Spätestens 2038 wird laut Kohleausstiegsgesetz des Bundes mit Schwarze Pumpe das letzte brandenburgische Braunkohlekraftwerk vom Netz gehen. Aber nicht nur die Braunkohleverstromung ist für Treibhausgasemissionen verantwortlich. Neben der Energiewirtschaft (cirka  62 Prozent) sind daran vor allem die Bereiche Industrie (cirka 13 Prozent), Verkehr (cirka 10 Prozent), Gebäude (cirka 7 Prozent) und Landwirtschaft (cirka 6 Prozent) beteiligt. Als Sondereffekt hat auch die Corona-Pandemie im Jahr 2020 zu einem Rückgang der Klimagasemissionen in Brandenburg beigetragen.

Gleichzeitig ist Brandenburg ein Vorreiter beim Ausbau der Erneuerbaren Energien. 2018 konnte das Land zum ersten Mal fast 100 Prozent seines Endenergieverbrauchs an Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Windkraft und Photovoltaik decken. Bis 2030 sollen nach gegenwärtigem Stand die energiebedingten CO2-Emissionen um 72 Prozent auf 25 Millionen Tonnen pro Jahr gegenüber 1990 reduziert werden.

Die Regierungskoalition aus SPD, CDU und Bündnis 90/Die Grünen hat die brandenburgische Klimaschutzpolitik im Jahr 2020 auf eine neue Stufe gestellt. Auf Beschluss des Landtags wird mit dem Klimaplan Brandenburg unter Leitung des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) eine umfassende und verbindliche Klimaschutzstrategie erarbeitet, die bis spätestens 2050 ein klimaneutrales Leben und Arbeiten in Brandenburg ermöglichen soll. Diese Zielsetzung bedeutet, dass dann in der Summe keine klimaschädlichen Treibhausgase mehr ausgestoßen werden dürfen. Noch vorhandene, nicht vermeidbare Restemissionen müssen durch Klimasenken wie Wälder, Moore und Humusböden vollständig ausgeglichen werden – was eine „Netto-Null“-Emission bedeutet.

Inzwischen haben klimapolitische Entscheidungen auf Bundes- und EU-Ebene auch die Rahmenbedingungen für das Land Brandenburg entscheidend verändert. Das neue Ziel der Europäischen Union einer Treibhausgasreduzierung bis 2030 um 55 Prozent gegenüber 1990 und die Anpassung des Klimaschutzgesetzes des Bundes an den wegweisenden Beschluss des Bundesverfassungsgerichts werden bei der Ausgestaltung des Klimaplans berücksichtigt. Nach den Worten von Umweltminister Axel Vogel (Bündnis 90/Die Grünen) erfordern diese ambitionierteren Klimaziele auch für Brandenburg ein unverzügliches Handeln und eine klare Fokussierung auf das Jahr 2045 für die Erreichung der Treibhausgasneutralität.

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