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Fischsterben an der Oder

Tote Fische schwimmen im Ufergewässer der Oder
© Patrick Pleul/dpa
Tote Fische schwimmen im Ufergewässer der Oder
© Patrick Pleul/dpa

Als Reaktion auf das Fischsterben an der Oder haben die an den Fluss grenzenden Landkreise, die Stadt Frankfurt (Oder) sowie das Brandenburger Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) Empfehlungen und Verordnungen veröffentlicht, die helfen sollen, die Folgen der Umweltkatastrophe einzudämmen. Das Umweltministerium informiert auf dieser Internetseite über die Umweltkatastrophe und das daraus erfolgte Fischsterben im Fluss.

Als Reaktion auf das Fischsterben an der Oder haben die an den Fluss grenzenden Landkreise, die Stadt Frankfurt (Oder) sowie das Brandenburger Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) Empfehlungen und Verordnungen veröffentlicht, die helfen sollen, die Folgen der Umweltkatastrophe einzudämmen. Das Umweltministerium informiert auf dieser Internetseite über die Umweltkatastrophe und das daraus erfolgte Fischsterben im Fluss.

Fragen und Antworten

  • Wann hat die Landesregierung erstmals vom Fischsterben in der Oder erfahren?

    Das Landesamt für Umwelt (LfU) hatte erste direkte Hinweise auf eine Umweltverschmutzung in Brandenburg über das Landeslabor Berlin-Brandenburg (LLBB) am 9. August erhalten. Ein Schiffsführer hatte sich beim LLBB gemeldet und über das Fischsterben berichtet. Das LLBB hat sich mit dieser Information auf kurzem Wege mit dem LfU in Verbindung gesetzt. Daraufhin hat das LfU eine offizielle Meldung an den Verteiler laut Warn- und Alarmplan der Internationalen Kommission zum Schutz der Oder gegen Verunreinigung (IKSO) abgesetzt.

    Die automatische Messgütestation Frankfurt (Oder) verzeichnete vom 7. bis 8. August einen Anstieg der Kurven der Parameter Leitfähigkeit, Sauerstoffgehalt, Chlorophyll. Diese waren für sich allein noch nicht interpretationsfähig. Insbesondere lieferten sie mit Blick darauf, dass die Oder ohnehin witterungsbedingt unter Stress steht (extremes Niedrigwasser, starke Hitze, hohe Wassertemperaturen) noch keine direkteren Hinweise, wurden aber weiter beobachtet.

    Erhöhte Salzkonzentrationen in der Oder, welche zeitweilig den Salz-Orientierungswert (Chlorid 200 Milligramm pro Liter) der Oberflächengewässerverordnung (OGewV 2016) übersteigen, gibt es seit vielen Jahrzehnten – ohne die Beobachtung eines Fischsterbens. Die Sichtung vieler toter Fische waren dann der erste Hinweis auf ein gehäuftes Fischsterben, das durch einen oder mehrere unbekannte Stoffe ausgelöst worden sein kann, nach denen in den Laboren gesucht wird.

    Für Havarien mit chemischen Schadstoffen aus Industriebetrieben haben Deutschland, Tschechien und Polen über den Internationalen Warn- und Alarmplan Oder (IWAPO) der Internationalen Kommission zum Schutz der Oder (IKSO) ein Meldesystem vereinbart, das nur funktioniert, wenn Meldungen abgesetzt werden. Von Ende Juli bis Anfang August erfolgte keine Meldung der zuständigen polnischen Behörden über diese Kette beziehungsweise auch keine anderweitige Information von Fischsterben in der Oder oberhalb von Wroclaw.

    Am 11. August hat Brandenburg über seine Leitzentrale den Alarm über den Internationalen Warn- und Alarmplan Oder ausgelöst und die Meldeköpfe in Stettin und Gorzow Wielkopolski über das Fischsterben informiert. Die von deutscher Seite unmittelbar nach dieser Information genommenen Wasser- und Fischkörperproben wurden an entsprechende Labore gesendet. Für das Land ist dies das Landeslabor Berlin-Brandenburg (LLBB).

    Aufgrund der Tatsache, dass die Ursachen noch nicht klar sind und möglicherweise mehrere Ursachen für das Fischsterben in Frage kommen, werden umfangreiche Breitbandanalysen vorgenommen und nach und nach ausgewertet. Bislang kann kein Stoff beziehungsweise keine einzelne Ursache benannt werden, die zu dem Fisch- und Artensterben geführt hat. Festzustellen sind vor allem erhöhte Salzfrachten und eine damit verbundene starke Algenblüte. Die Quecksilberwerte sind innerhalb oder leicht über der Umweltqualitätsnorm und können nicht die auschlaggebende Ursache für das Fischsterben sein.

    Das MLUK steht mit seiner Fachbehörde im ständigen Kontakt und Austausch mit dem beauftragten Landeslabor Berlin-Brandenburg und anderen Auftragnehmern. Mit dem Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt sowie hat es den Kontakt zur polnischen Seite gesucht (siehe Presseinformationen unter "Weiterführende Informationen").

    Mit den Landkreisen und weiten betroffenen/beteiligten Behörden finden regelmäßige Telefonkonferenzen statt.

    Das Landesamt für Umwelt (LfU) hatte erste direkte Hinweise auf eine Umweltverschmutzung in Brandenburg über das Landeslabor Berlin-Brandenburg (LLBB) am 9. August erhalten. Ein Schiffsführer hatte sich beim LLBB gemeldet und über das Fischsterben berichtet. Das LLBB hat sich mit dieser Information auf kurzem Wege mit dem LfU in Verbindung gesetzt. Daraufhin hat das LfU eine offizielle Meldung an den Verteiler laut Warn- und Alarmplan der Internationalen Kommission zum Schutz der Oder gegen Verunreinigung (IKSO) abgesetzt.

    Die automatische Messgütestation Frankfurt (Oder) verzeichnete vom 7. bis 8. August einen Anstieg der Kurven der Parameter Leitfähigkeit, Sauerstoffgehalt, Chlorophyll. Diese waren für sich allein noch nicht interpretationsfähig. Insbesondere lieferten sie mit Blick darauf, dass die Oder ohnehin witterungsbedingt unter Stress steht (extremes Niedrigwasser, starke Hitze, hohe Wassertemperaturen) noch keine direkteren Hinweise, wurden aber weiter beobachtet.

    Erhöhte Salzkonzentrationen in der Oder, welche zeitweilig den Salz-Orientierungswert (Chlorid 200 Milligramm pro Liter) der Oberflächengewässerverordnung (OGewV 2016) übersteigen, gibt es seit vielen Jahrzehnten – ohne die Beobachtung eines Fischsterbens. Die Sichtung vieler toter Fische waren dann der erste Hinweis auf ein gehäuftes Fischsterben, das durch einen oder mehrere unbekannte Stoffe ausgelöst worden sein kann, nach denen in den Laboren gesucht wird.

    Für Havarien mit chemischen Schadstoffen aus Industriebetrieben haben Deutschland, Tschechien und Polen über den Internationalen Warn- und Alarmplan Oder (IWAPO) der Internationalen Kommission zum Schutz der Oder (IKSO) ein Meldesystem vereinbart, das nur funktioniert, wenn Meldungen abgesetzt werden. Von Ende Juli bis Anfang August erfolgte keine Meldung der zuständigen polnischen Behörden über diese Kette beziehungsweise auch keine anderweitige Information von Fischsterben in der Oder oberhalb von Wroclaw.

    Am 11. August hat Brandenburg über seine Leitzentrale den Alarm über den Internationalen Warn- und Alarmplan Oder ausgelöst und die Meldeköpfe in Stettin und Gorzow Wielkopolski über das Fischsterben informiert. Die von deutscher Seite unmittelbar nach dieser Information genommenen Wasser- und Fischkörperproben wurden an entsprechende Labore gesendet. Für das Land ist dies das Landeslabor Berlin-Brandenburg (LLBB).

    Aufgrund der Tatsache, dass die Ursachen noch nicht klar sind und möglicherweise mehrere Ursachen für das Fischsterben in Frage kommen, werden umfangreiche Breitbandanalysen vorgenommen und nach und nach ausgewertet. Bislang kann kein Stoff beziehungsweise keine einzelne Ursache benannt werden, die zu dem Fisch- und Artensterben geführt hat. Festzustellen sind vor allem erhöhte Salzfrachten und eine damit verbundene starke Algenblüte. Die Quecksilberwerte sind innerhalb oder leicht über der Umweltqualitätsnorm und können nicht die auschlaggebende Ursache für das Fischsterben sein.

    Das MLUK steht mit seiner Fachbehörde im ständigen Kontakt und Austausch mit dem beauftragten Landeslabor Berlin-Brandenburg und anderen Auftragnehmern. Mit dem Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt sowie hat es den Kontakt zur polnischen Seite gesucht (siehe Presseinformationen unter "Weiterführende Informationen").

    Mit den Landkreisen und weiten betroffenen/beteiligten Behörden finden regelmäßige Telefonkonferenzen statt.

  • Welche Gefahr geht vom Oderwasser aus?

    Das über die Zeit nachfließende,  weniger belastete Wasser sorgt für einen Verdünnungseffekt und damit für eine Entlastung der Oder.

    Den unten angeführten Informationsportalen der an die Oder angrenzenden Landkreise und der Stadt Frankfurt (Oder) können die jeweils geltenden Verhaltenshinweise entnommen werden.

    Das über die Zeit nachfließende,  weniger belastete Wasser sorgt für einen Verdünnungseffekt und damit für eine Entlastung der Oder.

    Den unten angeführten Informationsportalen der an die Oder angrenzenden Landkreise und der Stadt Frankfurt (Oder) können die jeweils geltenden Verhaltenshinweise entnommen werden.

  • Was ist zu tun, wenn ich tote Fische entdecke?

    Zuerst sollten Sie den Landkreis oder die Stadt telefonisch informieren, die die verendeten Fische einsammeln und die sichere Entsorgung sicherstellen können.

    Das Einsammeln erfolgt mit schützender Ausrüstung. Tätig werden Technisches Hilfswerk (THW), Feuerwehr, Nationalpark-Mitarbeiter, Angler und Freiwillige, die entsprechend eingewiesen sind.

    Zuerst sollten Sie den Landkreis oder die Stadt telefonisch informieren, die die verendeten Fische einsammeln und die sichere Entsorgung sicherstellen können.

    Das Einsammeln erfolgt mit schützender Ausrüstung. Tätig werden Technisches Hilfswerk (THW), Feuerwehr, Nationalpark-Mitarbeiter, Angler und Freiwillige, die entsprechend eingewiesen sind.

  • Wie soll mit Fischen aus der Oder umgegangen werden?

    Das Brandenburger Umweltministerium (MLUK) hat aufgrund der seit dem 18. August vorliegenden Untersuchungsergebnisse die Landkreise und öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger (örE) dahingehend informiert, dass die Fischkadaver auch als nicht gefährlicher Abfall klassifiziert und rechtssicher in entsprechenden Abfallverbrennungsanlagen oder andere zugelassene Entsorgungsanlagen verbracht werden können.

    Das Brandenburger Umweltministerium (MLUK) hat aufgrund der seit dem 18. August vorliegenden Untersuchungsergebnisse die Landkreise und öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger (örE) dahingehend informiert, dass die Fischkadaver auch als nicht gefährlicher Abfall klassifiziert und rechtssicher in entsprechenden Abfallverbrennungsanlagen oder andere zugelassene Entsorgungsanlagen verbracht werden können.

  • Welchen Einfluss hat oder kann die Umweltkatastrophe auf Grund- und Trinkwasserbestände haben, die sich in Oder-Nähe befinden?

    Da Trinkwasser nicht aus der Oder oder den direktanschließenden Grundwasserleitern entnommen wird, ist davon auszugehen, dass keine Beeinträchtigung des Trinkwassers vorliegt. Alle momentanen Annahmen, aufgrund derer das Fischsterben beruhen könnte, legen nahe, dass eine Beeinträchtigung des Grundwassers ausgeschlossen werden kann.

    Da Trinkwasser nicht aus der Oder oder den direktanschließenden Grundwasserleitern entnommen wird, ist davon auszugehen, dass keine Beeinträchtigung des Trinkwassers vorliegt. Alle momentanen Annahmen, aufgrund derer das Fischsterben beruhen könnte, legen nahe, dass eine Beeinträchtigung des Grundwassers ausgeschlossen werden kann.

  • Wie ist der Stand der Ursachenermittlung?

    Auf Vorschlag der polnischen Seite im Deutsch-Polnischen Umweltrat am 29. August 2022 in Bad Saarow soll die Arbeit der Deutsch-Polnischen Expertengruppe zur Ursachenermittlung zum 30. September 2022 abgeschlossen werden. 

    Auf Vorschlag der polnischen Seite im Deutsch-Polnischen Umweltrat am 29. August 2022 in Bad Saarow soll die Arbeit der Deutsch-Polnischen Expertengruppe zur Ursachenermittlung zum 30. September 2022 abgeschlossen werden. 

Weiterführende Informationen

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