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Wie ein Bumerang: Zum Cleanup-Day startende Gemeinschaftsinitiative SAUBER mobilisiert gegen illegalen Müll in Brandenburg

- Erschienen am 14.09.2023

Potsdam – Zum World Cleanup Day am 16. September startet das Umwelt- und Klimaschutzministerium Brandenburg zusammen mit Partnern die Initiative "SAUBER – eine Initiative für unser Land Brandenburg".

„Wir haben uns mit dem Ministerium des Innern und für Kommunales sowie mit dem Landespräventionsrat, dem Landkreistag und dem Städte- und Gemeindebund in dieser Initiative zusammengeschlossen, um die Vermüllung im Land Brandenburg effektiv zu bekämpfen“,

sagt Umweltminister Axel Vogel zum Start der Initiative.

Illegale Abfallablagerungen sind eine ernsthafte Gefahr für die Umwelt und die Lebensqualität. Mit "SAUBER – eine Initiative für unser Land Brandenburg" sollen Brandenburgerinnen und Brandenburger für das Problem der illegalen Müllentsorgung sensibilisiert und ermutigt werden, sich aktiv bei der Problemlösung einzubringen. Unter dem Motto „Wie ein Bumerang trifft illegaler Müll uns alle“ zielt die Initiative darauf ab, die Menge der herrenlosen Abfälle zu reduzieren, die Wiederverwertung zu fördern und die Umwelt zu schützen.

Umweltminister Axel Vogel:

„Nur durch eine intensive Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure können wir diesen Umweltsünden den Boden entziehen. Bei der SAUBER-Informationskampagne sind die Bürgerinnen und Bürger der Schlüssel zum Erfolg. Jede und jeder ist aufgefordert, bei selbst ausgeführten Renovierungsarbeiten oder Handwerkerleistungen auf eine ordnungsgemäße Entsorgung der Abfälle zu achten. Diese gehören auf den Wertstoffhof und nicht in den angrenzenden Wald verfrachtet. Auch bei der Beauftragung von Firmen ist auf eine ordentliche Entsorgung zu achten, um Kriminelle gar nicht erst zum Zuge kommen zu lassen. Mit der Informationsoffensive unter sauber.brandenburg.de wollen wir aber auch klarstellen, dass illegale Müllentsorgung kein Kavaliersdelikt ist, sondern gegen Gesetze verstößt und der Umwelt erheblich schadet. Allein im Jahr 2021 landeten mehr als 6.000 Tonnen herrenloser Abfall in der Landschaft. Die Entsorgung dieses Mülls kostete 1,7 Millionen Euro. Die Verfolgung und Ahndung der Verantwortlichen ist oberstes Ziel.“

Innenminister und Vorsitzender des Landespräventionsrates Michael Stübgen:

„Wer illegal Müll entsorgt, der versündigt sich nicht nur an unserer Umwelt. Wer die Umwelt mit seinem Müll verdreckt, verstößt auch gegen Recht und Gesetz. Neben einer konsequenten Ahndung solcher teilweise bewusst kriminellen Handlungen, ist es wichtig, das Jede und Jeder für sich persönlich und für das eigene Wohnumfeld das Thema ernst nimmt. Ich hoffe, dass die Initiative diesbezüglich sensibilisiert und dabei hilft, der illegalen Müllentsorgung entschieden entgegenzutreten.“

Dr. Paul-Peter Humpert, Geschäftsführer Landkreistag Brandenburg:

„Mit der Initiative geht es vor allem darum, das Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger beim Umgang mit Abfällen zu schärfen. Die allermeisten Bürgerinnen und Bürger möchten keinen Abfall in den Wäldern und in der Landschaft. Kaum jemand wird Schrott und Elektrogeräte an die Straße stellen und dabei wollen, dass diese wenig später im Wald abgeladen werden. Gleiches gilt für den Bauschutt der eigenen Baustelle. Wir begrüßen, dass die Initiative hier ansetzt und den Bürgern und Bürgerinnen eine Hilfestellung bietet. Es sollen Antworten darauf gegeben werden, wem ruhigen Gewissens Abfälle überlassen werden können. Wichtig sind aber auch die mit der Initiative bereitgestellten Informationen dazu, was gemacht werden kann, wenn man große und kleine Mengen Abfall in der Landschaft findet. Diese Abfälle müssen möglichst schnell wieder entfernt werden. Gut aufgeklärte Bürgerinnen und Bürger können mit ihren Hinweisen und ihrer Mithilfe dabei eine wichtige Rolle spielen.“

Jens Graf, Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg:

„Klima- und Umweltschutz haben einen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft. Die Initiative soll dies für den Bereich der Abfallwirtschaft konkret am Beispiel achtloser Abfallablagerungen und mit viel Informationen herunterbrechen. Verbunden mit dem Cleanup Day können so das Bewusstsein in der Bevölkerung für die Auswirkungen vor Ort gestärkt und konkrete Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden.“

Die Website sauber.brandenburg.de informiert über die richtige Entsorgung unterschiedlicher Abfallarten, nennt Kontaktmöglichkeiten und gibt Hinweise zu alltäglichen Fragen von Bürgerinnen und Bürgern zum Thema umweltverträgliche Entsorgung von Abfällen. Zusätzlich weisen Informationsmaterialien bei den Landkreisen, den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern (örE) auf die Initiative hin, damit Brandenburg sauberer, umweltsicherer und nachhaltiger wird.

Die gemeinsame Initiative ist ein weiterer Schritt, um der Vermüllung der Landschaft zu begegnen. Der im Mai 2020 vom Umweltministerium angepasste Bußgeldkatalog hat den Behörden ein wirksames Mittel an die Hand gegeben, um die organisierten kriminellen Machenschaften konsequenter zu verfolgen und zu ahnden. Bis zu 10.000 Euro können auf illegale Ablagerungen folgen und zeigen damit nicht nur die Schwere des Deliktes, sondern auch, dass sich illegale Abfallentsorgung nicht lohnt.

Auch der seit Jahren bestehende regelmäßige Austausch mit den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern dient weiterhin dazu, der Vermüllung durch herrenlose Abfälle den Boden zu entziehen.

Über den Cleanup Day

Der Cleanup Day findet jeweils am dritten Samstag im September statt. Am Cleanup Day 2018 haben Aktive erstmalig ihre umgebende Umwelt von Müll befreit. Die Zahl der Teilnehmenden steigt mit jedem Jahr. Dabei wird der Müll an einem Sammelort aufgehäuft und später vom kommunalen Abfallentsorger abtransportiert. Mehr Informationen zu Cleanups (Müllsammelaktionen) auf der Website des Cleanup Days.

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