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Neues Jahr – neue Halle – neues Buch: Brandenburg zeigt sich von guten und mit neuen Seiten auf der Grünen Woche 2020

- Erschienen am 16.01.2020

Berlin – Über Monate wurde geplant und gewerkelt: Einen Tag vor Öffnung der 85. Internationalen Grünen Woche (IGW) für Besucherinnen und Besucher hat der neue Agrar- und Umweltminister Axel Vogel Medienvertretern die neue Brandenburg-Halle 21A vor Ort präsentiert. Pünktlich zum IGW-Start erschien auch die aktuelle Ausgabe „Natürlich Brandenburg – ein Jahrbuch für das Land 2020“. Am ersten offiziellen Messetag (17. Januar) trifft sich Minister Vogel mit polnischen Partnern zum Gespräch über Umwelt- und Agrarthemen. Der Messe-Montag (20. Januar) ist der Brandenburg-Tag.

Seit 1991 auf der Grünen Woche dabei, zeigt sich die Brandenburg-Halle nun in einem modernen frischen Design, das auch Wünsche von Besuchern und Ausstellern berücksichtigt hat. 73 Ausstellerplätze gibt es, drei davon Gastronomiebereiche. Von den 70 Ausstellern sind 25 Gemeinschaftsstände mit täglich wechselnden Anbietern. Die Gemeinschaftsstände organisieren Brandenburgs 15 Nationale Naturlandschaften, die Landkreise, Kommunen, Tourismusverbände und berufsständische Verbände wie Vereine aus allen Landesteilen. Sie öffnen ein Schaufenster der heimischen Land- und Ernährungswirtschaft, des Gartenbaus, des Fischereiwesens, des ländlichen Tourismus und ländlichen Handwerks.

Unter der Regie des Medienpartners Antenne Brandenburg begleiten 1.700 Akteure aus Landkreisen und kreisfreien Städten (die meisten sind Laienkünstler, die extra frei nehmen) das Bühnenprogramm. Im Kochstudio der Brandenburg-Halle zeigen Köche aus Landgasthöfen ihre kulinarischen Fähigkeiten an Töpfen und Pfannen. Messebesucher können sich auf traditionell erfolgreiche Marken und neue Regionalprodukte freuen.

Treffen mit polnischen Partnern zu Agrar- und Umweltthemen

Die Internationale Grüne Woche ist für das Brandenburger Agrar- und Umweltministerium alljährlich auch ein Treffpunkt mit den polnischen Partnerregionen. Minister Vogel empfängt am Freitag Delegationen der Vizemarschälle Olgierd Kustosz (Westpommern), Stanislaw Tomczyszyn (Lebuser Land), Krzysztof Grabowski (Großpolen) und Grzegorz Macko (Niederschlesien).

Mit den Wojewodschaften Westpommern, Lebuser Land und Großpolen wurde 2015 ein vierjähriges Arbeitsprogramm vereinbart. Derzeit sind die polnischen Partnerverwaltungen aufgerufen, ihre Vorschläge für die Weiterführung dieses Arbeitsprogramms bis 2025 zu unterbreiten.

Grundlage der Kooperation mit Niederschlesien ist die Absichtserklärung zur Zusammenarbeit, die Ministerpräsident Dietmar Woidke 2016 unterzeichnet hat.

Schwerpunkte der Zusammenarbeit im Agrar- und Umweltbereich waren 2019 unter anderen die Brandenburger Teilnahme an der Messe „Picknick an der Oder“ in Stettin sowie deutsch-polnische Fachworkshops zu nachhaltiger Entwicklung, Artenschutz/Wolfsmanagement und Klimaschutz in Brandenburg und Polen. Als großen Erfolg werten beide Seiten die gemeinsame, zweitägige Konferenz zur grenzüberschreitenden Abfallverbringung in Potsdam.

Die Genehmigungs- und Überwachungsbehörden beider Seiten stehen weiterhin im grenzüberschreitenden Erfahrungsaustausch. Wie wichtig es ist, auf Fachebene im Gespräch zu bleiben, zeigen Projekte wie der von der polnischen Zentralregierung seit Jahren gewünschte Ausbau der Oder südlich von Stettin. Die Entwicklung und der Schutz des grenzüberschreitenden Schutzgebiets Unteres Odertal ist auf beiden Seiten des Grenzflusses ein Erfolgsprojekt. Seit vielen Jahren arbeiten Brandenburgs Wasserbehörden mit Experten aus den Partnerwojewodschaften in den Arbeitsgruppen der Deutsch-Polnischen Grenzgewässerkommission und der Internationalen Kommission zum Schutz der Oder vor Verunreinigungen zusammen. Ein Thema, das beiden Seiten derzeit auf den Nägeln brennt, sind die Maßnahmen zur Abwehr der Afrikanischen Schweinepest.

„Natürlich Brandenburg“

Auf einen alten Bekannten mit neuem Inhalt stößt man gleich am Messestand des Agrar-umweltministeriums: „Natürlich Brandenburg – ein Jahrbuch für das Land 2020“. Das von allen Landkreisen und kreisfreien Städten unterstützte Jahrbuch ist auch in diesem Jahr geprägt von märkischen Jubiläen und Etappenzielen, von kulturellen und kulinarischen Angeboten, Landtourismus und dörflichem Erbe. Bei fast allen Projekten, die hier vorgestellt werden, gibt es Berührungspunkte mit dem Europäischen Agrarfonds ELER: Dank der ELER-Mittel wurden Wege gebaut, Gebäude saniert oder neu errichtet, die ländliche Infrastruktur verbessert, Existenzgründer unterstützt, extensive Landnutzungen finanziert, wasserbauliche Maßnahmen umgesetzt, der Umweltschutz oder der Waldschutz gestärkt. Weniger sichtbar, aber ebenso wichtig für ein lebendiges Dorfleben sind die Unterstützung von Vereinen, Initiativen, Kulturveranstaltungen oder von Angeboten der Aus- und Weiterbildung.

Am 3. Oktober feiert Brandenburg mit einem großen Fest in Potsdams historischer Mitte das 30. Jubiläum seiner Wiedergründung als Bundesland. Exemplarisch wird an Beispielen die Entwicklung in Brandenburgs Landwirtschaft seit 1990 nachverfolgt. Die Initiative Kulturland Brandenburg begeht 2020 als Themenjahr „Krieg und Frieden. 1945 und die Folgen in Brandenburg“. Im Heft nimmt ein Kapitel Bezug darauf. Das Jahresende 2020 markiert auch den Wechsel von einer siebenjährigen EU-Förderperiode in die nächste.

Nach der Messe kann die kostenfreie Broschüre bestellt werden:

bestellung@mluk.brandenburg.de
agrar-umwelt.brandenburg.de
Telefon: 0331 - 866-7237

oder:

Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz
Öffentlichkeitsarbeit, Internationale Kooperation
Henning-von-Tresckow-Straße 2-13
14467 Potsdam.