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17.01.2020

Waldbesitzer erhalten mehr Geld für naturnahe Waldwirtschaft

Potsdam – Die zwei zurückliegenden Dürresommer haben erhebliche Waldschäden im Land Brandenburg verursacht. Dies führte zu einer großen Nachfrage nach Forstpflanzen und zu einem deutlichen Preisanstieg bei Wiederaufforstungsmaßnahmen. Forstminister Axel Vogel setzte deshalb eine deutliche Erhöhung der Fördermittelsätze in Kraft.

Axel Vogel: „Heiße Sommer, Waldbrände und Schadinsekten machten dem Wald in den letzten zwei Jahren stark zu schaffen. Um die geschädigten Waldflächen wieder aufzuforsten und bestehende Wälder besser dem Klima anzupassen, treiben wir den Waldumbau von Nadelholzreinbeständen in standortgerechte und stabile Mischbestände im Land voran.“

Die Festbeträge zur Umstellung auf naturnahe Waldwirtschaft in der bereits seit 2015 geltenden „Förderrichtlinie-Forst“ lagen Ende 2019 weit unter den aktuellen Marktpreisen. Das Brandenburger Forstministerium reagiert darauf mit einer Anpassung der Fördersätze an die aktuelle Marktlage. Die Festbeträge für Wiederaufforstungen und Waldumbaumaßnahmen steigen damit erheblich.

Nach der von Minister Vogel jetzt in Kraft gesetzten Änderung der Förderrichtlinie können in der Bewilligungsstelle beim Landesbetrieb Forst Brandenburg ab sofort die neuen höheren Fördersätze beantragt werden. Das Land unterstützt Waldbesitzende damit maßgeblich bei der Wiederaufforstung nach Waldschäden sowie bei der Umstellung ihrer Waldbewirtschaftung.

Zur Förderung der Frühjahrsaufforstung 2020 stehen 4 Millionen Euro zur Verfügung. In der gesamten aktuellen Förderperiode wurden über das Förderprogram ELER bisher mehr als 27 Millionen Euro von Land, Bund und EU für die Entwicklung stabiler, standortgerechter Wälder bereitgestellt. Zuschüsse werden gewährt, wenn geförderte Maßnahmen auch die ökologische und ökonomische Leistungsfähigkeit der Wälder sowie den Klimawandel berücksichtigen.

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