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Wissen um den Wald

Grünes Klassenzimmer in der Waldbegegnungsstätte Krämer.
© Archiv/MLUK
Grünes Klassenzimmer in der Waldbegegnungsstätte Krämer.
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„Weißt Du was ein Wald ist?“ fragte schon Berthold Brecht. Die Antworten sind so verschieden wie die Bäume, die in ihm wachsen – wild, romantisch, dunkel, gepflegt, aufgeräumt, gut für die Gesundheit, gut riechend, alt, schön, unheimlich. Die Reihe der Attribute für den Wald ließe sich endlos fortsetzen.

Aber nur Wenige kennen Baumartenzusammensetzungen, Flächengrößen, Gesundheitszustand oder Holzvorräte, wissen nichts über Tiere und Pflanzen des Waldes. Und die Anzahl der Arbeitsplätze, die es nur in Verbindung mit dem Wald gibt, löst immer wieder Erstaunen aus. Diese und weitere Informationen zu Wald und Forstwirtschaft finden Sie in den folgenden Beiträgen.

„Weißt Du was ein Wald ist?“ fragte schon Berthold Brecht. Die Antworten sind so verschieden wie die Bäume, die in ihm wachsen – wild, romantisch, dunkel, gepflegt, aufgeräumt, gut für die Gesundheit, gut riechend, alt, schön, unheimlich. Die Reihe der Attribute für den Wald ließe sich endlos fortsetzen.

Aber nur Wenige kennen Baumartenzusammensetzungen, Flächengrößen, Gesundheitszustand oder Holzvorräte, wissen nichts über Tiere und Pflanzen des Waldes. Und die Anzahl der Arbeitsplätze, die es nur in Verbindung mit dem Wald gibt, löst immer wieder Erstaunen aus. Diese und weitere Informationen zu Wald und Forstwirtschaft finden Sie in den folgenden Beiträgen.

  • Erste landesweite Waldinventur - es wurde gemessen und gezählt

    „Nur wer den Zustand und Wert des Waldes kennt, kann die richtigen Entscheidungen treffen. Dabei ist nicht nur der wirtschaftliche Wert, sondern auch die Qualität des Waldes als Erholungsraum für den Menschen und als Lebensraum für Tiere und Pflanzen wichtig.“ (Minister Jörg Vogelsänger)

    Erste landesweite Waldinventur

    Brandenburg hat 2012 die Chance genutzt und, zusätzlich zur alle 10 Jahre stattfindenden Bundeswaldinventur, erstmalig eine landesweite Waldinventur durchgeführt. Um auch für die Landesebene belastbare Zahlen zu bekommen, wurde das Stichprobennetz der Bundeswaldinventur von 4 x 4 Kilometer auf 2 x 2 Kilometer verdichtet und die Aufnahmeintensität erhöht. Von März 2012 bis November 2013 waren 12 Inventurtrupps des Landesbetriebes Forst in Brandenburger Wäldern unterwegs und haben die Daten von rund 300.000 Bäumen erfasst. Es wurden die Höhen und Dicken gemessen, die Baumarten festgestellt, die Verjüngung und das sogenannte Totholz aufgenommen. Die Erhebungen erfolgten an 11.263 Punkten, die fachlich korrekt Waldtraktecken heißen. Die Datenaufbereitung und -auswertung erfolgte durch das Thünen-Institut für Waldökosysteme. Die Ergebnisse sind eine wichtige Grundlage für forstpolitische und forstfachliche Entscheidungen des Landes und dienen darüber hinaus als Gradmesser für eine nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes.

    Waldreiches Brandenburg

    Mit 37,5 Prozent gehört Brandenburg zu den fünf Bundesländern mit dem größten Waldanteil an der Landesfläche. Dieser ist im Süden Brandenburgs mit 43 Prozent am größten und in der Mitte und im Norden mit 34 beziehungsweise 38 Prozent etwas geringer. Auf jeden Brandenburger Bürger entfallen rund 4.500 Quadratmeter Waldfläche. Trotz hoher Inanspruchnahme von Waldflächen für Infrastrukturmaßnahmen und Braunkohletagebaue haben Aufforstungsmaßnahmen dafür gesorgt, dass die Waldfläche sich nicht verringert.

    Wald überwiegend in privater Hand

    Knapp zwei Drittel sind in Brandenburg Privatwald. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 48 Prozent. Der private Waldbesitzer hat damit für den Wald in Brandenburg eine große Verantwortung. Eine effektive Bewirtschaftung wird oft durch den kleinteiligen Waldbesitz erschwert. So ist 40 Prozent des privaten Waldbesitzes kleiner 20 Hektar. Das Land unterstützt die Waldbesitzer mit Fördermitteln sowie Rat und Anleitung. 32 Prozent des Waldes ist in öffentlicher Hand von Land und Bund. Der Kommunalwald hat nur einen Anteil von 7 Prozent.

    Brandenburg ist Kiefernland

    Brandenburg ist das Kiefernland Nummer 1. 31 Prozent der Kiefernfläche Deutschlands befindet sich in Brandenburg. Mit 70 Prozent nehmen Kiefern die mit Abstand größte Fläche ein. 7 Prozent sind Eiche und 3 Prozent Buche. Die restlichen 20 Prozent verteilen sich auf andere Laub- und Nadelbaumarten. Auch in der Baumartenverteilung gibt es regionale Unterschiede. Während in Nordbrandenburg der Laubholzanteil mit 30 Prozent am höchsten ist, liegt er in Südbrandenburg nur bei 19 Prozent. Drei Viertel aller Buchenbestände Brandenburgs befinden sich im Norden des Landes.

    Waldumbau ist weiterhin wichtig

    Insgesamt liegt der Laubholzanteil zu Zeit bei 26 Prozent. Anders sieht es bei den Folgegenerationen aus. Bei den jungen Bäumen bis 20 Jahren nimmt der Laubholzanteil bereits 54 Prozent der Waldfläche ein. Das Generationenprogramm „Waldumbau“ zeigt erste Erfolge, wird aber noch viele Jahre in Anspruch nehmen. In den großen Kieferngebieten besteht eine hohe Gefährdung durch Waldbrand und Insektenkalamitäten. Am Waldumbau geht deshalb kein Weg vorbei.

    Waldverjüngung ist durch Wildverbiss erschwert

    Durch den Wildverbiss an den jungen Bäumen ist die Verjüngung des Waldes oft gefährdet. Mit 44,6 Prozent ist fast die Hälfte (44,6 %) der jungen Pflanzen durch Verbiss geschädigt. Brandenburg nimmt damit einen unrühmlichen Spitzenplatz im Bundesvergleich ein. Insbesondere die für den Waldumbau wichtigen Laubbaumarten sind stark gefährdet. Abhilfe konnte in der Vergangenheit bisher nur ein Zaun schaffen. Rund 4 Prozent (das sind 40.500 Hektar) der Verjüngungsflächen waren zum Zeitpunkt der Erhebung gezäunt.

    Holzvorräte im Bundesvergleich niedrig

    Wie viel Holz im Wald wächst ist in erster Linie von natürlichen Gegebenheiten wie Boden und Niederschlag abhängig. Die Waldböden in Brandenburg sind durch arme Sandstandorte geprägt, die kaum Wasser speichern können. Brandenburg zählt mit mittleren Niederschlägen, die durchschnittlich unter 600 Millimeter liegen, zu den trockensten Gebieten in Deutschland. Aber auch von der Baumart und vom Alter der Bäume ist der Holzvorrat abhängig. Die höchsten Holzvorräte pro Hektar verzeichnen die Buchenflächen mit 372 Kubikmetern. Dagegen stehen auf den Kiefernflächen im Durchschnitt nur 287 Kubikmeter pro Hektar. Im Bundesvergleich ist Brandenburg mit 272 Kubikmetern pro Hektar Schlusslicht bei den Holzvorräten.

    „Nur wer den Zustand und Wert des Waldes kennt, kann die richtigen Entscheidungen treffen. Dabei ist nicht nur der wirtschaftliche Wert, sondern auch die Qualität des Waldes als Erholungsraum für den Menschen und als Lebensraum für Tiere und Pflanzen wichtig.“ (Minister Jörg Vogelsänger)

    Erste landesweite Waldinventur

    Brandenburg hat 2012 die Chance genutzt und, zusätzlich zur alle 10 Jahre stattfindenden Bundeswaldinventur, erstmalig eine landesweite Waldinventur durchgeführt. Um auch für die Landesebene belastbare Zahlen zu bekommen, wurde das Stichprobennetz der Bundeswaldinventur von 4 x 4 Kilometer auf 2 x 2 Kilometer verdichtet und die Aufnahmeintensität erhöht. Von März 2012 bis November 2013 waren 12 Inventurtrupps des Landesbetriebes Forst in Brandenburger Wäldern unterwegs und haben die Daten von rund 300.000 Bäumen erfasst. Es wurden die Höhen und Dicken gemessen, die Baumarten festgestellt, die Verjüngung und das sogenannte Totholz aufgenommen. Die Erhebungen erfolgten an 11.263 Punkten, die fachlich korrekt Waldtraktecken heißen. Die Datenaufbereitung und -auswertung erfolgte durch das Thünen-Institut für Waldökosysteme. Die Ergebnisse sind eine wichtige Grundlage für forstpolitische und forstfachliche Entscheidungen des Landes und dienen darüber hinaus als Gradmesser für eine nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes.

    Waldreiches Brandenburg

    Mit 37,5 Prozent gehört Brandenburg zu den fünf Bundesländern mit dem größten Waldanteil an der Landesfläche. Dieser ist im Süden Brandenburgs mit 43 Prozent am größten und in der Mitte und im Norden mit 34 beziehungsweise 38 Prozent etwas geringer. Auf jeden Brandenburger Bürger entfallen rund 4.500 Quadratmeter Waldfläche. Trotz hoher Inanspruchnahme von Waldflächen für Infrastrukturmaßnahmen und Braunkohletagebaue haben Aufforstungsmaßnahmen dafür gesorgt, dass die Waldfläche sich nicht verringert.

    Wald überwiegend in privater Hand

    Knapp zwei Drittel sind in Brandenburg Privatwald. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 48 Prozent. Der private Waldbesitzer hat damit für den Wald in Brandenburg eine große Verantwortung. Eine effektive Bewirtschaftung wird oft durch den kleinteiligen Waldbesitz erschwert. So ist 40 Prozent des privaten Waldbesitzes kleiner 20 Hektar. Das Land unterstützt die Waldbesitzer mit Fördermitteln sowie Rat und Anleitung. 32 Prozent des Waldes ist in öffentlicher Hand von Land und Bund. Der Kommunalwald hat nur einen Anteil von 7 Prozent.

    Brandenburg ist Kiefernland

    Brandenburg ist das Kiefernland Nummer 1. 31 Prozent der Kiefernfläche Deutschlands befindet sich in Brandenburg. Mit 70 Prozent nehmen Kiefern die mit Abstand größte Fläche ein. 7 Prozent sind Eiche und 3 Prozent Buche. Die restlichen 20 Prozent verteilen sich auf andere Laub- und Nadelbaumarten. Auch in der Baumartenverteilung gibt es regionale Unterschiede. Während in Nordbrandenburg der Laubholzanteil mit 30 Prozent am höchsten ist, liegt er in Südbrandenburg nur bei 19 Prozent. Drei Viertel aller Buchenbestände Brandenburgs befinden sich im Norden des Landes.

    Waldumbau ist weiterhin wichtig

    Insgesamt liegt der Laubholzanteil zu Zeit bei 26 Prozent. Anders sieht es bei den Folgegenerationen aus. Bei den jungen Bäumen bis 20 Jahren nimmt der Laubholzanteil bereits 54 Prozent der Waldfläche ein. Das Generationenprogramm „Waldumbau“ zeigt erste Erfolge, wird aber noch viele Jahre in Anspruch nehmen. In den großen Kieferngebieten besteht eine hohe Gefährdung durch Waldbrand und Insektenkalamitäten. Am Waldumbau geht deshalb kein Weg vorbei.

    Waldverjüngung ist durch Wildverbiss erschwert

    Durch den Wildverbiss an den jungen Bäumen ist die Verjüngung des Waldes oft gefährdet. Mit 44,6 Prozent ist fast die Hälfte (44,6 %) der jungen Pflanzen durch Verbiss geschädigt. Brandenburg nimmt damit einen unrühmlichen Spitzenplatz im Bundesvergleich ein. Insbesondere die für den Waldumbau wichtigen Laubbaumarten sind stark gefährdet. Abhilfe konnte in der Vergangenheit bisher nur ein Zaun schaffen. Rund 4 Prozent (das sind 40.500 Hektar) der Verjüngungsflächen waren zum Zeitpunkt der Erhebung gezäunt.

    Holzvorräte im Bundesvergleich niedrig

    Wie viel Holz im Wald wächst ist in erster Linie von natürlichen Gegebenheiten wie Boden und Niederschlag abhängig. Die Waldböden in Brandenburg sind durch arme Sandstandorte geprägt, die kaum Wasser speichern können. Brandenburg zählt mit mittleren Niederschlägen, die durchschnittlich unter 600 Millimeter liegen, zu den trockensten Gebieten in Deutschland. Aber auch von der Baumart und vom Alter der Bäume ist der Holzvorrat abhängig. Die höchsten Holzvorräte pro Hektar verzeichnen die Buchenflächen mit 372 Kubikmetern. Dagegen stehen auf den Kiefernflächen im Durchschnitt nur 287 Kubikmeter pro Hektar. Im Bundesvergleich ist Brandenburg mit 272 Kubikmetern pro Hektar Schlusslicht bei den Holzvorräten.

  • Ergebnisse der 3. Bundeswaldinventur

    Das Bundeswaldgesetz fordert eine bundesweite forstliche Großrauminventur, die einen Gesamtüberblick über Waldverhältnisse und forstwirtschaftliche Daten ermöglicht. Mit den so gewonnenen Daten können neueste Informationen über den Waldzustand errechnet werden. Dafür vermaßen und erfassten die Forstleute in den Jahren 2011 und 2012 Brandenburgs Wälder an 2.864 Standorten. Diese Anzahl ergibt sich einem Raster von 4 x 4 Kilometern, das über die gesamte Bundesrepublik gelegt wurde.

    Wald

    In Brandenburg befinden sich 10 Prozent aller deutschen Wälder. 905 Millionen Bäume wachsen auf einer Fläche von rund 1,1 Millionen Hektar. Statistisch gesehen entfallen auf jeden Brandenburger 4.490 Quadratmeter Wald. Brandenburg ist mit einem Anteil von 70 Prozent Kiefern Spitzenreiter in Deutschland, der Bundesdurchschnitt liegt bei 22 Prozent.

    Wild

    Einen traurigen Spitzenplatz nimmt Brandenburg mit 52,2 Prozent bei den durch Wild geschädigten Jungbäumen ein. Um den jungen Pflanzen eine Chance zu geben, sind rund 40.000  Hektar zum Schutz gegen Wild eingezäunt. Betroffen sind 71 Prozent aller Laubbäume bis zum Alter von 20 Jahren.

    Holz

    In jeder Minute wachsen in Brandenburg 20 Kubikmeter Holz nach, der heimische Holzvorrat steigt jährlich um 10,4 Millionen Kubikmeter. Eingeschlagen werden davon aber nur 5.5 Millionen Kubikmeter, das heißt, nur 53 Prozent des Zuwachses werden genutzt. Das zeigt die Nachhaltigkeit der Holznutzung in Brandenburgs Wäldern über alle Besitzarten.

    Das Bundeswaldgesetz fordert eine bundesweite forstliche Großrauminventur, die einen Gesamtüberblick über Waldverhältnisse und forstwirtschaftliche Daten ermöglicht. Mit den so gewonnenen Daten können neueste Informationen über den Waldzustand errechnet werden. Dafür vermaßen und erfassten die Forstleute in den Jahren 2011 und 2012 Brandenburgs Wälder an 2.864 Standorten. Diese Anzahl ergibt sich einem Raster von 4 x 4 Kilometern, das über die gesamte Bundesrepublik gelegt wurde.

    Wald

    In Brandenburg befinden sich 10 Prozent aller deutschen Wälder. 905 Millionen Bäume wachsen auf einer Fläche von rund 1,1 Millionen Hektar. Statistisch gesehen entfallen auf jeden Brandenburger 4.490 Quadratmeter Wald. Brandenburg ist mit einem Anteil von 70 Prozent Kiefern Spitzenreiter in Deutschland, der Bundesdurchschnitt liegt bei 22 Prozent.

    Wild

    Einen traurigen Spitzenplatz nimmt Brandenburg mit 52,2 Prozent bei den durch Wild geschädigten Jungbäumen ein. Um den jungen Pflanzen eine Chance zu geben, sind rund 40.000  Hektar zum Schutz gegen Wild eingezäunt. Betroffen sind 71 Prozent aller Laubbäume bis zum Alter von 20 Jahren.

    Holz

    In jeder Minute wachsen in Brandenburg 20 Kubikmeter Holz nach, der heimische Holzvorrat steigt jährlich um 10,4 Millionen Kubikmeter. Eingeschlagen werden davon aber nur 5.5 Millionen Kubikmeter, das heißt, nur 53 Prozent des Zuwachses werden genutzt. Das zeigt die Nachhaltigkeit der Holznutzung in Brandenburgs Wäldern über alle Besitzarten.

  • Der Landeswaldbericht 2016 bis 2018

    Im Berichtszeitraum haben die Waldbesitzer und die Beschäftigten der Forstwirtschaft wieder vielfältige Leistungen für den Wald und die Gesellschaft erbracht. Dazu gehörte neben der Bewirtschaftung des Waldes vor allem die Befriedigung der zunehmenden Bedürfnisse an den Wald allgemein. Saubere Luft,  Rückzugsraum für bedrohte Arten, Erholungsraum für tausende Menschen, Rohstoffquelle und Energielieferant - alle diese Leistungen kann der Wald nur erbringen, weil er von fachkundigem Personal betreut wird.

    Waldbesucher stellen sich nicht als erstes die Frage, wem dieses oder jenes Waldstück gehört. Der Wald wird als einheitliches Ganzes wahrgenommen. Der hier vorliegende Bericht soll deshalb Waldbesitzern aller Eigentumsarten und allen am Wald-Interessierten Fakten und Analysen an die Hand geben. Sie bilden einerseits den aktuellen Stand ab, sollen aber vor allem eine Hilfe dabei sein, Entscheidungen, die in die Zukunft reichen, heute so zu treffen, dass sich kommende Generationen weiter an unseren Wäldern erfreuen können.

    Im Berichtszeitraum haben die Waldbesitzer und die Beschäftigten der Forstwirtschaft wieder vielfältige Leistungen für den Wald und die Gesellschaft erbracht. Dazu gehörte neben der Bewirtschaftung des Waldes vor allem die Befriedigung der zunehmenden Bedürfnisse an den Wald allgemein. Saubere Luft,  Rückzugsraum für bedrohte Arten, Erholungsraum für tausende Menschen, Rohstoffquelle und Energielieferant - alle diese Leistungen kann der Wald nur erbringen, weil er von fachkundigem Personal betreut wird.

    Waldbesucher stellen sich nicht als erstes die Frage, wem dieses oder jenes Waldstück gehört. Der Wald wird als einheitliches Ganzes wahrgenommen. Der hier vorliegende Bericht soll deshalb Waldbesitzern aller Eigentumsarten und allen am Wald-Interessierten Fakten und Analysen an die Hand geben. Sie bilden einerseits den aktuellen Stand ab, sollen aber vor allem eine Hilfe dabei sein, Entscheidungen, die in die Zukunft reichen, heute so zu treffen, dass sich kommende Generationen weiter an unseren Wäldern erfreuen können.

  • Waldzustandsbericht 2020 - weiter im kritischen Bereich

    Weiterhin Schäden durch Trockenheit und Schädlinge

    Seit drei Jahren kämpfen Brandenburgs Wälder mit starker Trockenheit. 2020 wurde die höchste Absterberate von Bäumen seit 1991 beobachtet. Allerdings hat sich der Waldzustand insgesamt gegenüber dem Vorjahr geringfügig verbessert.

    Negative Folgen der Klimaveränderungen

    Auch 2020 gab es insgesamt zu wenig Niederschlag. Das Jahr 2020 war damit das dritte Trockenjahr in Folge. Nach den Trockenjahren 2018 und 2019 reagierten die Waldbäume in Brandenburg mit einer starken Kronenverlichtung. In diesem Jahr war eine leichte Regeneration der Waldbäume zu verzeichnen. Die Kronenschäden sind aber weiterhin sichtbar.

    Die vergangenen drei Jahre belegen auch für das Land Brandenburg sehr eindrucksvoll die negativen Folgen des Klimawandels für den Wald. Nach den Stürmen 2017/18 und der extremen Dürre 2018 und 2019 waren die Bäume massiv geschwächt. An Kiefern, Buchen und Eichen aber auch anderen Baumarten - eingeschlossen Kulturen und Jungwüchse - sind teils gravierende Trockenschäden aufgetreten. Den geschwächten Bäumen fehlten in der Folge Reservestoffe, um Schaderreger abzuwehren oder um nach Schadereignissen erfolgreich zu regenerieren.

    Schäden und Schädlinge

    In der Folge waren fast alle Baumarten von Schäden durch Borkenkäfer und pilzliche Schaderreger betroffen. Viele rindenbrütende Käferarten profitieren seit 2018 verstärkt von der für ihre Entwicklung günstigen Witterung und dem gleichzeitig gestiegenen Angebot an geeignetem Brutmaterial.

    In den Kiefernbeständen kam es zu Massenvermehrungen von Schädlingen. Die Raupen von Kieferspinner, Nonne und Forleule reduzierten die Nadelmasse der Bäume teilweise bis hin zum Kahlfraß.

    Hauptergebnisse

    Den diesjährigen Ergebnissen der Waldzustandserhebung liegt die Erfassung von 1.362 Probebäumen an 57 Waldstandorten zu Grunde. Das Hauptmerkmal der Waldzustandserhebung ist die Kronenverlichtung (Nadel- / Blattverlust) und der Anteil an Probebäumen mit deutlichen Schäden.

    Der Anteil der Waldfläche mit deutlichen Schäden hat im Jahr 2020 um 12 Prozent abgenommen. Damit hat sich der Waldzustand im Vergleich zum Vorjahr etwas verbessert. Der Anteil deutlich geschädigter Probebäume ist mit 25 Prozent aber immer noch auf einem sehr hohen Niveau. Nur 15 Prozent der Probebäume zeigten keine sichtbaren Schäden, ihr Zustand hat sich damit gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig verbessert.

    Die Eiche ist, gefolgt von der Buche, die am stärksten geschädigte Baumart in Brandenburg. Ihr mittlerer Blattverlust ist jedoch merklich zurückgegangen. Dies lässt auf eine beginnende Regeneration der geschädigten Bäume hoffen.

    Der Zustand der Kiefer, Brandenburgs häufigster Baumart, hat sich nur geringfügig verbessert und ist mit einem Anteil von 17 Prozent deutlichen Schäden weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Der Anteil von Kiefern ohne Schäden liegt, auf fast gleichem Niveau wie 2019, bei nur 15 Prozent.

    Insgesamt zeigen die Ergebnisse der diesjährigen Waldzustandserhebung weiterhin einen stark beeinträchtigten Waldzustand. Der Anteil an starken Schäden (mehr als 60 Prozent Nadel- oder Blattverlust) und die jährliche Absterberate sind auf einem unverändert hohen Niveau geblieben.

    Weiterhin Schäden durch Trockenheit und Schädlinge

    Seit drei Jahren kämpfen Brandenburgs Wälder mit starker Trockenheit. 2020 wurde die höchste Absterberate von Bäumen seit 1991 beobachtet. Allerdings hat sich der Waldzustand insgesamt gegenüber dem Vorjahr geringfügig verbessert.

    Negative Folgen der Klimaveränderungen

    Auch 2020 gab es insgesamt zu wenig Niederschlag. Das Jahr 2020 war damit das dritte Trockenjahr in Folge. Nach den Trockenjahren 2018 und 2019 reagierten die Waldbäume in Brandenburg mit einer starken Kronenverlichtung. In diesem Jahr war eine leichte Regeneration der Waldbäume zu verzeichnen. Die Kronenschäden sind aber weiterhin sichtbar.

    Die vergangenen drei Jahre belegen auch für das Land Brandenburg sehr eindrucksvoll die negativen Folgen des Klimawandels für den Wald. Nach den Stürmen 2017/18 und der extremen Dürre 2018 und 2019 waren die Bäume massiv geschwächt. An Kiefern, Buchen und Eichen aber auch anderen Baumarten - eingeschlossen Kulturen und Jungwüchse - sind teils gravierende Trockenschäden aufgetreten. Den geschwächten Bäumen fehlten in der Folge Reservestoffe, um Schaderreger abzuwehren oder um nach Schadereignissen erfolgreich zu regenerieren.

    Schäden und Schädlinge

    In der Folge waren fast alle Baumarten von Schäden durch Borkenkäfer und pilzliche Schaderreger betroffen. Viele rindenbrütende Käferarten profitieren seit 2018 verstärkt von der für ihre Entwicklung günstigen Witterung und dem gleichzeitig gestiegenen Angebot an geeignetem Brutmaterial.

    In den Kiefernbeständen kam es zu Massenvermehrungen von Schädlingen. Die Raupen von Kieferspinner, Nonne und Forleule reduzierten die Nadelmasse der Bäume teilweise bis hin zum Kahlfraß.

    Hauptergebnisse

    Den diesjährigen Ergebnissen der Waldzustandserhebung liegt die Erfassung von 1.362 Probebäumen an 57 Waldstandorten zu Grunde. Das Hauptmerkmal der Waldzustandserhebung ist die Kronenverlichtung (Nadel- / Blattverlust) und der Anteil an Probebäumen mit deutlichen Schäden.

    Der Anteil der Waldfläche mit deutlichen Schäden hat im Jahr 2020 um 12 Prozent abgenommen. Damit hat sich der Waldzustand im Vergleich zum Vorjahr etwas verbessert. Der Anteil deutlich geschädigter Probebäume ist mit 25 Prozent aber immer noch auf einem sehr hohen Niveau. Nur 15 Prozent der Probebäume zeigten keine sichtbaren Schäden, ihr Zustand hat sich damit gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig verbessert.

    Die Eiche ist, gefolgt von der Buche, die am stärksten geschädigte Baumart in Brandenburg. Ihr mittlerer Blattverlust ist jedoch merklich zurückgegangen. Dies lässt auf eine beginnende Regeneration der geschädigten Bäume hoffen.

    Der Zustand der Kiefer, Brandenburgs häufigster Baumart, hat sich nur geringfügig verbessert und ist mit einem Anteil von 17 Prozent deutlichen Schäden weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Der Anteil von Kiefern ohne Schäden liegt, auf fast gleichem Niveau wie 2019, bei nur 15 Prozent.

    Insgesamt zeigen die Ergebnisse der diesjährigen Waldzustandserhebung weiterhin einen stark beeinträchtigten Waldzustand. Der Anteil an starken Schäden (mehr als 60 Prozent Nadel- oder Blattverlust) und die jährliche Absterberate sind auf einem unverändert hohen Niveau geblieben.

Weltweit wird darüber nachgedacht, wie die nachhaltige Entwicklung der Wälder in der Praxis umgesetzt werden kann. Denn das Multitalent Wald vereinigt in sich viele Funktionen und seine Erhaltung ist für das Überleben unserer Erde ohne Alternative. Wald reinigt Luft und Wasser, mindert den Treibhauseffekt, ist Lebensraum vieler Arten, Rohstoff- und Energielieferant. Er bietet Arbeitsplätze und der Mensch findet in ihm Ruhe und Erholung. Deshalb müssen die Ansprüche der Gesellschaft und die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder noch besser in Übereinstimmung gebracht werden.

Vor allem bei den Herausforderungen des Klimawandels müssen wir über unseren brandenburgischen Tellerrand hinausschauen. Nur gemeinsam mit anderen Bundesländern und Staaten können die Fachleute wirksame Strategien für eine gesicherte Zukunft unserer Wälder entwickeln und politische Entscheidungsträger bei ihren Voten unterstützen.

Weltweit wird darüber nachgedacht, wie die nachhaltige Entwicklung der Wälder in der Praxis umgesetzt werden kann. Denn das Multitalent Wald vereinigt in sich viele Funktionen und seine Erhaltung ist für das Überleben unserer Erde ohne Alternative. Wald reinigt Luft und Wasser, mindert den Treibhauseffekt, ist Lebensraum vieler Arten, Rohstoff- und Energielieferant. Er bietet Arbeitsplätze und der Mensch findet in ihm Ruhe und Erholung. Deshalb müssen die Ansprüche der Gesellschaft und die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder noch besser in Übereinstimmung gebracht werden.

Vor allem bei den Herausforderungen des Klimawandels müssen wir über unseren brandenburgischen Tellerrand hinausschauen. Nur gemeinsam mit anderen Bundesländern und Staaten können die Fachleute wirksame Strategien für eine gesicherte Zukunft unserer Wälder entwickeln und politische Entscheidungsträger bei ihren Voten unterstützen.


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